Donnerstag, 18. Dezember 2014

Weihnachten 2014

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Die Weihnachtszeit nähert sich dem Höhepunkt. Und sicher wundert ihr euch darüber, bisher im dezember nichts gehört, bzw. gelesen zu haben...

Der Vorweihnachtsstress und die Viren-Hochsaison zwingen mich leider gerade zu einer Backpause und somit auch zu einer kleinen Blogpause. Ich hoffe, ihr habt alle schöne Weihnachtsfeiertage mit euren Lieben und kommt gut ins Neue Jahr, für das ich euch nur das Allerbeste wünsche!

Wir sehen uns im Januar wieder mit einem Tutorial für eine weitere Zuckerblume.

Bis dahin-
alles Liebe

Jule

Dienstag, 25. November 2014

Liebevolle Lebkuchen



Die Glühweinbuden stehen schon, am Sonntag ist der 1. Advent - nun kann man es nicht mehr ignorieren: die Vorweihnachtszeit beginnt.

Und diese beginnen wir mit Neuland für mich: Lebkuchen! 

1. Vorteil: mag eigentlich jeder und man kann sie gut dekorieren... ;-)
2. Vorteil: ich kann endlich meine amerikanischen Cookie-Ausstecher testen, die -realistisch betrachtet- für Kekse echt zu groß sind.


Also wurden die Bücher gewälzt und das Internetorakel befragt. Entschieden habe ich mich schließlich für ein Rezept von Peggy Poschen. Da der Lebkuchenteig etwas aufwändiger herzustellen ist und zwischendurch viel gerührt werden muss, bietet sich dieses Rezept geradezu für die Weihnachtszeit an: denn man so viel Liebe mit einrühren, dass die fertigen Lebkuchen eigentlich immer schmecken müssen! Diese Lebkuchen werden eher fest (also nicht so wie die Klassischen Nürnberger Lebkuchen, die ja meist in der Mitte etwas weicher sind). Die Konsistenz kann man sich wie eine Mischung aus den klassischen Lebkuchen und Keksen vorstellen.


Liebevolle Lebkuchen
 
210g braucher Zucker
5 EL Wasser
3EL dunkler Zuckerrübensirup (Grafschafter Goldsaft)
3 EL Zuckersirup (Grafschafter Karamellsirup)
2-3 EL gemahlener Ingwer
2-3 EL gemahlener Zimt
1/2-1 gestrichenen TL gemahlene Nelken
(ich habe jeweils die höhere Menge verwendet, allerdings schmecken die Lebkuchen dann doch sehr gewürzlastig. Ich empfehle daher etwas sparsamer umzugehen mit den Gewürzen.)

1 Pck. (250g) gesalzene Butter
2 TL Natron

560g Mehl

eine ordentliche Portion Liebe!

Und so gehts:

Zutaten des ersten Blocks (+ Liebe) in einen Topf geben.

Alles verrühren und bei mittlerer Hitze unter (liebevollem) rühren zum Kochen bringen. Hmmm, das riecht schon richtig weihnachtlich!

Vom Herd nehmen und die gesalzene Butter in Stücken zufügen.

Nun alles mit einer großen Portion Liebe und viel Geduld zu einer homogenen Masse verrühren. Hierbei hat sich folgende Technik als besonders hilfreich herausgestellt: immer schneckenhausförmig von aussen nach innen rühren.
Nun sieht es aus wie flüssige Zartbitterschokolade: 

Zum Schluss die 2 TL Natron unter rühren hinzufühen. Die Masse quillt nun etwas auf und wird auch etwas heller (durch die Luft, die sich durch das Natron bildet).
Die Masse nun in eine Rührschüssel umfüllen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Das Mehl zur Masse sieben...

und alles bei niedriger Stufe zu einem Teig verrühren.  


Diesen dann -in Frischhaltefolie verpackt- für 2 Stunden, bzw. bis er gut durchgekühlt ist (oder bis die Kinder im Bett sind) in den Kühlschrank legen. Der Teig sollte nun fester geworden sein.

Arbeitsplatte mit Mehl bestäuben, Teig etwas dicker (ca. 5mm) ausrollen und mit den wundervollen Ausstechern ausstechen.


Den ausgestochnen Teig auf Backbleche legen und diese nochmals ca. 1/2 Stunde kühl stellen (z.B. nach draussen).



Die Lebkuchen bei 260°C Ober-/Unterhitze für ca. 8 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie beginnen am Rand dunkler zu werden.

Nachdem die Lebkuchen aus dem Ofen kommen und wenn sie noch heiss und weich sind, können mit Hilfe eines Schaschlikspießes oder eines Esstäbchens (Aufhänge-)Löcher in eine Ecke gestochen werden. 
Die Lebkuchen auskühlen lassen (sie werden nun härter) und mit Royal Icing dekorieren.

Dann kann man dreierlei damit anfangen: 
  1. das Wohnzimmer weihnachtlich dekorieren, indem man hübsche Schleifenbänder durch die Löcher zieht
  2. alle Lebkuchen vernaschen
  3. für mich die beste Lösung: als vorweihnachtliches Mitbringsel an besonders lieben Menschen verschenken!

Mittwoch, 12. November 2014

Buch des Monats: "Lindys kreative Tortenkunst"

Heute möchte ich einer meiner wichtigsten Bücher vorstellen. Es gehört zu den Standardwerken im Bereich der Tortenkunst und ist -aus meiner Sicht- für angehende Tortenkünstler oder solche, die es werden wollen eine der sinnvollsten Anschaffungen:




"Lindys kreative Tortenkunst" von Lindy Smith

Die Engländerin Lindy Smith hat ein Basisbuch herausgebracht, das es den blutigsten Anfängern ermöglicht, realtiv einfach in die Welt der Tortendekoration einzusteigen. Durch ihre sympatische Art (das Buch "Du"zt einen tatsächlich) werden sämtliche Grundtechniken "von der Pike auf" erklärt. Dadurch wird deutlich, das die Tortendekoration zwar mit viel Arbeit und mit Sicherheit auch ein wenig handwerkliches Geschick und einen Haufen Übung verbunden ist, aber dennoch viele Techniken kein Hexenwerk sind! Besonders hervorzuheben ist auch die Tatsache, dass Lindy Smith stets bemüht ist, Alternativen zur Anschaffung teurer Werkzeuge zu empfehlen. Auch hier zeigt sich wieder, wie geeignet das Buch für Einsteiger ist.

Das Buch teilt sich in insgesamt drei jeweils sehr umfangreiche Bereiche auf, was ich persönlich bewunderswert übersichtlich finde und es einem ermöglicht, sich schnell in diesem Buch zurechtzufinden. 

Im ersten Teil werden -wie in so vielen Tortenbüchern auch- sämtliche Basics beschrieben. Hierzu zählen neben der Beschreibung des üblichen Werkzeuges auch Backanleitungen, Rezepte für Kuchen, Kekse und Cupcakes, sowie mögliche Füllungen und einige wichtige Seiten, die beschreiben, wie Kuchen eingedeckt, gestapelt und am besten gelagert werden.

Im zweiten -dem Hauptteil-gehts dann auch schon ans Eingemachte:
Kuchenschnitzen, Farbgestaltung und sämtliche Dekortechniken wie Malen, Schablonen, Blumenherstellung, Prägen, Modellieren und Spritzen mit Buttercreme und Royal-Icing stehen auf dem Programm. Besonders interessant und für mich neu ist die Arbeit mit Draht und Perlen, die ich im Tortenmetier bisher nur mit Lindy Smith in Verbindung brachte. Zwar ist die Kombination Perlen+Draht vs. Torte nich unbedingt mein persönlicher Geschmack aber ich bin sicher, dass auch diese Technik viele Anhänger hat. 
Jede Technik wird gut bebildert beschrieben und man hat das Gefühl, alles, wirklich alles wissenswerte über das jeweilige Thema erfahren zu haben.
Wer sich immer schon gefragt hat, wie ein besonders exotisch oder aufwändig anmutendes Dekor hergestellt wird-die Antwort gibts hier!

Der letzte Teil des Buches schreitet dann zur Tat. Es werden kurze "Bau-"Anleitungen zu den im Buch gezeigten Projekten gegeben (und das sind immerhin über 80 Stück!). Wer also eine bestimmte Torte/Cupcake/Cookie nachmachen möchte, bekommt hier die letzte Hilfestellung für ein gutes Gelingen.
Das Buch schließt mit einigen Vorlagen und dem für Bücher solcher Art üblichen Geplänkel ab.

Mein Fazit:
Alles in allem bin ich immer noch total begeistert von diesem Buch und es steht als Nachschlagewerk immer griffbereit im Regal. Die Art, wie das Buch geschrieben, bebildert und ausgefüllt ist, rechtfertigt locker den Preis von ca. 25€ und ist insgesondere für Anfänger eine wirkliche Empfehlung.

Mittwoch, 5. November 2014

Mohn-Marzipan-Torte

Vor ein paar Tagen habe ich für meinen Mann zum Geburtstag eine besondere Torte gemacht! Besonders schon alleine deshalb, weil er mir Fondantverbot erteilt hat! 
Gut, das kam mir jetzt auch nicht ganz ungelegen, da ich ja erst kurz vorher die Rotkehlchentorte gemacht hatte und ein wenig Abwechslung kann auch mir nicht schaden.

Blieb also nur noch die spannende Frage, was backen wir denn da Schönes?

Nun, mein Mann mag 2 Dinge ganz besonders gerne: Mohnkuchen und Marzipan. Und da braucht man dann auch gar nicht lange überlegen, man kombiniert einfach diese beiden Geschmacksrichtungen! Passen sowieso gut zusammen.


Was für eine wunderbare Gelegenheit, mal wieder etwas neues zu kreieren!

Gebacken wurde kurzerhand der bewährte und wirklich immer leckere Eierlikörkuchen der Tortentante, der aber etwas abgewandelt wurde: man nehme nur 200g Mehl und ergänze um eine Packung (=250g) Mohnfix (backfertige Mohnmischung). Der Rest geht völlig nach Rezept.
Im Gegensatz zu Motivtorten habe ich diesmal den Kuchen aber nicht einige Tage vorher, sondern lediglich am Vortaggebacken, auskühlen lassen und mit dieser wunderbaren Marzipanfüllung gestapelt:

Marzipanfüllung

2 Becher Sahne
etwas Gelierzucker (ca. 1 EL)
300g Frischkäse
1,5 Päckchen Marzipanrohmasse (300g)

Sahne mit Gelierzucker steif schlagen, Marzipanrohmasse in Stückchen zerflücken und in der Sahne unterrühren, Frischkäse kurz unterrühren. 

Böden und Marzipancreme schichten und über Nacht durchkühlen.

Für die Ummantelung wurden 2 Becher Sahne mit etwas Gelierzucker steif geschlagen und 150g Frischkäse, sowie ein guter Schuss alkoholfreier Amaretto-Likör (z.B. von Monin) ergänzt.

Torte dekorativ einstreichen und fertig!  
 

Freitag, 31. Oktober 2014

Rotkehlchentorte

Huhuuu, heute ist Halloween! Das ist aber auch schon alles, was es zu diesem "Fest" zu sagen gibt.

Denn mal abgesehen von diesem "Nicht-Fest" ist es vor allem eins: HERBST! 

Wir haben den heutigen schönen Herbsttag genutzt, um den Garten winterfest zu machen und dort wimmelt es im Moment geradezu von Rotkehlchen, Buntspechten, und Meisen. Ich liebe diese herbst-winterliche Betriebsamkeit im Garten!

Und da ich zufälligerweise heute auch bei meiner liebsten Nachbarin zum Geburtstag eingeladen worden bin, habe ich diesen Zustand für ein vortrefflichen Tortenthema gehalten.
Also bekommt sie von mir diese -wie ich finde-wunderschöne Rotkehlchentorte!

Bei dieser Torte habe ich erstmals das Malen auf Fondant ausprobiert. Die Gelfarben habe ich dafür mit Wodka verdünnt und mit einem kleinen Pinsel aufgetragen.
Für die Rotkehlchen habe ich mir eigens die "Robin Cutter" von PME gegönnt, mit denen die Vogelform zunächst ausgestochen, anschließend mit einem Zahnstocher vorstrukturiert und schließlich mit den Gefarben coloriert wurde. 


Zunächst hatte ich mich ein wenig über mich selber geärgert, dass ich die Rotkehlchen nicht auf einem Dummy getrocknet habe, um sie hinterher in die gebogene Tortenform einzupassen, aber nachdem ich die Vögel aufgebracht habe und diesen tollen 3D-Effekt gesehen habe, bin ich wirklich froh, sie gerade getrocknet zu haben.

Und hier noch die Eckdaten der Torte: Durchmesser: 18cm, Höhe 12cm, gefüllt mit einem Schokoladenkuchen und Vanille-Sahne-Frischkäsecreme.

Ich freue mich schon wie Bolle darauf, diese Torte zu überreichen und bin so gespannt, wie sie ankommt!


Donnerstag, 16. Oktober 2014

Mickey Maus Torte

"Heute kann es regnen, stürmen oder schnein
denn du scheinst ja selber wie der Sonnenschein
heut ist dein Geburtstag, darum feiern wir
alle deine Freunde freuen sich mit dir
alle deine Freunde freuen sich mit dir!
Wie schön das du geboren bist
wir hätten dich sonst sehr vermisst
wie schön das wir beisammen sind
wir gratulieren dir Geburtstagskind!" 
 

Heute ist der 3te Geburtstag der Zwergin und sie wünschte sich sooo sehr eine Mickey Maus. Als sie mitbekommen hat, dass sie eine Mickey Maus Torte bekommen würde, hat sie dies gleich ganz stolz im Kindergarten kundgetan und wollte sie am liebsten schon gleich haben. 
Nun ist meine neueste Kalorienbombe endlich fertig und ich freue ich jetzt schon auf ihr Gesicht, wenn sie "ihre" Torte heute nachmittag das erste mal sieht.

Gefüllt ist sie mit einem hellen Bisquit und einer Himbeer-Creme. Die Torte ist mit einem Durchmesser von 18cm und einer Höhe von 12cm die höchste, die ich bisher gemacht habe. Wie die Mickey maus entstanden ist, habe ich hier beschrieben.


Mittwoch, 15. Oktober 2014

Nijntje-Muffins

Soooo, morgen ist es soweit: der 3. Kindergeburtstag der Zwergin steht auf dem Programm. 
Das Törtchen für den obligatorischen Nachittagskaffee ist schon vorbereitet, allerdings müsst ihr euch da noch bis morgen gedulden!

Heute hingegen möchte ich euch einen Haufen kunterbunte Nijntje-Muffins präsentieren, die ich eben vollendet habe. Ich werde sie der Zwergin morgen in den Kindergarten mitgeben, damit sie auch dort ein wenig feiern kann.

Ursprünglich waren ja Mickes Maus-Muffins geplant, aber da die meinem Lieblingsshop leider kurzfristig ausgegangen waren, wurden mir (kostenlos!) diese süssen "Nijntje"-Ausstecher geschickt! Nett von denen, nicht wahr?

Und deshalb gibt es nun spontan diese Muffins, die eigentlich nicht so wirklich ins Thema passen. Aber das ist egal-ich finde sie trotzdem toll und hoffe, die Kinder auch!

Unter dem Fondant sind -ganz unspektakulär- Schoko und Vanillemuffins, die mit einer einfachen Buttercreme eingestrichen und damit zumindest als dezente Ausgleichsschicht und als Haftunterlage für den Fondant dient. 


 

Dienstag, 7. Oktober 2014

Tutorial: Caketopper Mickey Mouse - Teil 2

...sooo, die Finger gedehnt und weiter gehts mit der Mickey Mouse. Heute wird das Gesicht geformt und der letzte Schliff verpasst!

Die Grundlage des Gesichtes haben wir ja schon auf die schwarze Kugel aufgeklebt. Nun wird aus dem gleichen (hautfarbenen) Fondant eine kleine dicke Rolle geformt, die in der Mitte etwas dicker ist und und insgesamt etwas länger als die breiteste Stelle des aufgeklebten Gesichtes.


Mit den Fingern die Aussenseiten platt drücken, so dass in der Mitte eine richtige Beule entsteht (das wird die Nase).



Dann die Kanten mit dem kleineren Bone Tool weiter ausarbeiten.


Am Ende sollte in etwa diese Form entstanden sein. Oben wie eine Wolke, unten läuft es etwas spitz zu:


Mit dem Veining Tool nun den Grinsemund einzeichnen. Mit einem Skalpell oder scharfen Messer den Mund noch tiefer einritzen.


Das Dresden Tool  in der Mitte des Mundes ansetzen und nach unten schieben, damit der Mund sich öffnet:






Dem Mundbereich jetzt soweit versäubern, bis es gut aussieht. Gerne auch rechts und links die Mundwinkel ausformen.



Die Mundpartie auf das Gesicht aufkleben.



Aus schwarzem Fondant zunächst eine kleine Kugel formen, die dann ein wenig oval wird. Die Nase "im liegenden Oval" aufkleben.


Für die Augen aus weissem Fondant ein Herz ausstechen...


...und in der Mitte einmal durchtrennen. Die Spitze des Herzes abschneiden.


Die großen Stücke jeweils versäubern, damit sie eine halb-ovale Form bekommen.



Auf dem Gesicht in Höhe der "Grübchen" aufkleben. Wie genau man die Augen jetzt positioniert ist ein wenig Geschmackssache. Mickeys Augenposition ist im Laufe der Zeit immer mal etwas verändert worden. Hilfreich ist es hier, einige Mickey Mouse Bilder im Internet zu studieren und sich für eine Variante zu entscheiden. Im Nachhinein hätte ich die Augen etwas näher aneinander setzen sollen.

Mit einem Lebensmittelfarbstift in schwarz (oder mit etwas schwarzem Fondant-wer es lieber fummelig mag...) den Augen Leben einhauchen.
Für die Zunge eine klitzekleine rote Fondantkugel formen und sie mit Hilfe des Veining Tool oder eines Zahstochers in den Mund "pulen" (kann man auf dem Bild leider kaum erkennen).



Für die Ohren aus schwarzem, etwas dicker ausgerollten Fondant zwei Kreise ausstechen (ich habe eine große Tülle genommen), versäubern und an einer Seite etwas abflachen.



In jedem Ohr einen gekürzten Zahnstocher fixieren und antrocknen lassen.



Ohren auf dem Kopf anbringen und den Kopf vom Hilfszahnstocher nehmen, um ihn auf dem Körper zu befestigen. 

Finish:
Zwei kleine weisse Ovale formen, die als Knöpfe auf der Hose aufgeklebt werden. Dabei kippen die Ovale etwas zueinander. 



In die noch nicht ganz ausgehärtete Hose der Maus mit einem Zahnstocher o.ä. ein Loch stechen, in dem später der Schwanz eingeklebt wird. Dabei darauf achten, das Loch nicht zu klein, aber auch nicht zu große zu stechen!  

Falls ihr euch wundert, was die Schaschlikspiesse sollen: die habe ich zur Kippsicherheit während des Aushärtens angebracht. Damit soll verhindert werden, dass sich die Körperhaltung nicht nach hinten veformt. Mickey soll ja schließlich gerade stehen, oder?! 


Aus schwarzem Fondant einen sehr dünnen Mauseschwanz formen, der an den Enden Spitz zuläuft und gut trocknen lassen. Dieser wird hinterher im Loch angeklebt und sollte deshalb an dessen Größe angepasst werden. 
Um der Figur mehr Dynamik zu verleihen, lasse ich den Schwanz auf einem Stückchen Noppenschaumstoff trocknen.

Wenn alles soweit ausgehärtet ist, der Schwanz angeklebt wurde und die Figur von evtl. Staubfussel befreit wurde, ist unsere Mickey Mouse fertig!


Montag, 6. Oktober 2014

Tutorial: Caketopper Mickey Mouse - Teil 1

Halbzeit! Zwei innerfamiliäre Geburtstage liegen hinter uns, zwei kommen noch. Und bis dahin ist es nicht mehr allzu weit hin! 
Also: nix wie los mit den Vorbereitungen! Schließlich soll es gegen Ende ja nicht noch in Stress ausarten...

Da derzeit bei der Zwergin alles im Zeichen der Mickey Maus steht ("was wünscht du dir zum Geburtstag?" - "MICKEY Maus!!" / "Mahhhhma...kann ich Mickey Maus gucken..?" / "was möchstest du später denn mal werden?" - "Mickey Maus...!") bekommt sie selbstverständlich eine Mickey Maus-Torte zum 3ten Geburtstag!...und das alles nur, weil sie im Baumarkt ein Bild von der berühmten Maus gesehen hat!

Der Caketopper, den ich mir dafür ausgedacht habe ist für mich eine ziemliche Aufgabe gewesen. Aber weil ich weiss, wie sie sich darüber sicher freuen wird, habe ich viel recherchiert wie man nun so eine Maus macht und möchte euch nun zeigen, wie der Topper endstanden ist.
Diese Tutorial ist ziemlich lang, deshalb habe ich beschlossen es in zwei Teilen zu präsentieren.
Im heutigen Teil gibts die "Bauanleitung" des Körpers, morgen dann der Kopf und das Finish.

Verwendet habe ich bereits gefärbten Rollfondant, den ich mit CMC zu Modellierfondant verarbeitet habe. Die Mengen habe ich nach gutdünken/ nach Gefühl gewählt und es immer an die bereits fertigen Figurenelemente gehalten um zu sehen, ob die Proportionen noch stimmen. Wenn Zahnstocher verwendet und/oder einzelne Teile aufeinandergesteckt wurden, habe ich immer mit ein wenig Zuckerkleber fixiert. Dieser Schritt wird vorausgesetzt und nicht weiter erwähnt.

Man braucht ausserdem einige Zahnstocher, Veining Tool, Dresden Tool, Bone Tool, Herzausstecher, kleiner Ausrollstab, Zuckerkleber, etwas Draht

Und los gehts:
Aus gelbem Fondant (hiermit ist im weiteren Tutorial natürlich immer der Modellierfondant gemeint) wird eine große Kugel geformt, die ich einmal in der Mitte Teile und dann nochmal einen kleinen Bereich abschneide. Somit ist sichergestellt, das die beiden Mengen jeweils gleich groß sind.


Aus den großen Stücken forme ich jeweils eine Kugel (rechts), die ich dann zu einem sich nach hinten leicht verjüngenden Oval (links) forme. Die kleinen Stücke werden auch zur Kugel gerollt und dann einfach zu zwei gleichgroßen Scheiben plattgedrückt. Darauf achten, das jeweils beide Teile gleich groß sind!



Die Scheiben werden auf die kleinere Seite der Ovale aufgeklebt und einmal komplett mit einem Zahnstocher durchstochen.


Ein Stück schwarzen Fondant zu einer Rolle Formen und davon zwei gleichlange Stücke abschneiden. Durch beide Stücke jeweils einen Zahnstocher führen.  Der Fondant befindet sich im oberen Drittel.



Der Zahnstocher wird durch den Schuh hindurch und zu 1/3 in dem Dummy versenkt. Dadurch kann die Figur später leichter auf der Torte fixiert werden...;-)



Aus einem roten Stück Fondant wird ein Oval genauso wie bei den Schuhen geformt. Auf der breiten Seite wird zu 1/3 eingeschnitten. Das werden die Hosenbeine.

 Die beiden Hosenbeide werden zunächst abgerundet.


 Mit dem Bone Tool wird nun eine Einkerbung geformt. Das ist ein wenig Fummelei, bis es gut aussieht. Am Ende die Beine wieder zusammenschieben.


Mit dem Veining Tool jetzt den Schritt strukturieren. Dann das kurze Ende (=Taille) mit einem scharfen Messer abschneiden und dadurch abflachen.

...und auf die herausstehenden Zahnstocher stecken.

Ein schwarzes Oval Formen, dessen breites Ende auf die Hose passt. Auch hierbei habe ich ich das runde Ende mit einem Messer abgeflacht, damit es einen bündigen Abschluss gibt. 
Durch den Oberkörper wieder einen Zahnstocher stecken, der oben und unten herausschaut und auf den Unterkörper setzen.



Für die Hände zwei kleine weisse "platte" Ovale formen, bei denen zunächst 3 Einschnitte vorgenommen werden (linke Hand). Die einzelnen Finger ausformen, bzw. abrunden. Mit dem Veining Tool eine "Wulst" am Handschuhbündchen formen (siehe Hand in der Mitte) und zwei Einkerbungen darüber anbringen (siehe folgendes Bild).  Darauf achten, eine rechten und einen linken Handschuh zu machen!!
Für die Arme zwei schwarze Rollen formen.



Für den abstehenden Arm wird ein Stück Draht durch den ganzen Arm gezogen. Der Arm wird bei 1/3 eingekerbt und an den Körper im Schulterbereich angeklebt. Die linke Hand wird aufgesteckt.



Der angewinkelte Arm erhält ebenfalls eine Einkerbung und am Handgelenk ein kleines Stück Zahnstocher, auf den die rechte Hand aufgesteckt wird. Den rechten Arm am Körper anliegend aufkleben.


In dieser Position soll der Körper nun etwas antrocknen, während der Kopf geformt wird.


Für den Kopf eine Kugel aus schwarzem Fondant formen. Ich habe ihn auf einen "Hilfs-"Zahnstocher gesteckt, um ihn besser bearbeiten zu können. Dieser Zahnstocher wird hinterher entfernt und der Kopf auf dem aus dem Körper herausragenden Zahnstocher aufgesteckt.
Für das Gesicht eine halbrunde Herzform ausschneiden und auf den Kopf kleben.

...ich hoffe, bis hierhin alles einigermassen verständlich erklärt zu haben. Morgen gehts dann mit dem Gesicht und dem Finish weiter!