Montag, 31. März 2014

Buchrezension: Rosalind Miller "Wedding Cakes"

Zum Einen bin ich ja immer noch auf der Suche nach Inspiration und Ideen für die Hochzeitstorte und zum Anderen macht das Stöbern einfach zu viel Spass!

Daher habe ich mir vor kurzem eine ganz wunderbares Tortenbuch gegönnt: "Wedding Cakes" von Rosalind Miller. Wirklich ein ganz wunderbares Buch. Nicht nur optisch ein Hingucker, sondern auch inhaltlich sehr aufschlussreich.

Neben den für Tortenbüchern üblichen Beschreibungen der Gundtechniken wie das Zusammensetzen der Tortenböden, eindecken mit Fondant/Marzipan sowie das Stapeln von Torten und den klassischen Grundrezepten werden auch die Herstellung von Blumen und anderen Dekorationselementen leicht verständlich und bebildert beschrieben. Allerdings wird nicht jeder Schritt "en détail" bebildert, was aber für bereits etwas erfahrene Zuckerbäcker kein Problem darstellt. Zudem kann einen die Bildbezifferung zunächst etwas verwirren, da sie nicht chronologisch nach der Anzahl der Bilder beziffert ist, sondern nach den Beschreibungspunkten im Text.

Es werden insgesamt 10 wunderschöne Projekte vorgestellt und deren Herstellung beschrieben, die überwiegend dem optischen Stil des Covers entsprechen. In Anhang finden sich einige Vorlagen einiger Tortenprojekte wieder.
Ich würde das Buch als eine Mischung aus Anleitungsbuch und Lookbook bezeichnen.
Man sollte einigermassen der englischen Sprache mächtig sein, denn eine deutsche Ausgabe gibt es bisher nicht.

Mein Fazit:

Für Tortenbegeisterte wie mich, der gerne stöbert und sich schöne, vor allem romantische Torten anschaut und/oder weitere Inspirationen sucht, kann ich das Buch wirklich empfehlen.
Als erstes Buch für absolute Anfänger, die die Techniken vorher noch nie ausprobiert haben fände ich persönlich es allerdings weniger geeignet, da manche Techniken eher nach Beschreibung denn nach Bildern vorgestellt werden.

Samstag, 22. März 2014

Creativa 2014 in Dortmund

Heute war ich auf der Creativa in der Dortmunder Westfalenhalle. Das ist "Europas größte Kreativmesse" und letztes Jahr waren über 80.000 Menschen dort. Ich kannte diese Messe vorher nicht, mich hatte aber schon im Vorfeld beeindruckt, welche Fülle an verschiedenen Kreativbereichen und Ausstellern dort sein sollten...
Wir starteten gleich um 9.00 Uhr, weil wir bereits ahnten, dass es sehr voll sein würde. Und so war es auch.  Es war unglaublich, welche Vielfalt an Perlen, Papier, Bastelzubehör, Stoffen, Filzen, Floristik+Garten, Wolle, Sticken, Stricken+Häkeln, Malerei und und und...sich uns bot. Man ist regelrecht "geflasht".
 
Mein Fazit: für Kreative ist die Messe wirklich empfehlenswert, weil es einfach ALLES gibt. Wer sich auskennt und weis, was er will kann hier sicher das eine oder andere Schnäppchen schlagen. Wer etwas bestimmtes sucht, wird warscheinlich fündig. Wer loszieht mit dem Plan etwas bestimmtes zu kaufen, aber noch keine genaue Vorstellung hat und "mal schaut, was es so gibt", könnte schnell überfordert werden ob der Fülle an Angeboten.
 
Weniger Interessierte Ehemänner oder Partner sollten sich für diesen Tag allerdings etwas anders vornehmen, um nicht im Kreativgewühl die Nerven zu verlieren...
 
Etwas schade fand ich , dass die einzelnen Stände in Hinblick auf die Anordnung ein klein wenig unstrukturiert daher kamen. So gab es viele Kreativbereiche (z.B. Stoffstände), die in jeder Halle vertreut waren. Man wusste manchmal gar nicht, wo man schon war und wo nicht, weil alles irgentwann gleich aussah. Ohne Hallenplan ist man schnell orientierungslos. Ich fand das besonders in Hinblick auf das extrem zahlreiche Publikum etwas schwierig zu überblicken.
Da hätte ich mir gewünscht, dass die Hallen etwas mehr nach Themen/Bereichen strukturiert wären. Wie auch immer, mit einem Hallenplan in der einen Hand und dem Geldbeutel in der anderen gings also los.
 
Mich interessierten besonders die Stände der Tortentante und die handvoll Stände mit Backzubehör. Leider insgesamt nur 4 Stände, aber anscheinend immerhin mittlerweile auf dieser Messe vertreten wurden ebensolche genauestens unter die Lupe genommen.

Etwas wirklich neues auf dem Markt konnte ich nicht finden, aber mein Materiallager um ein kleines Cakeboard für eine Mini-Torte, eine sehr dünne Spritztülle (die ich schon länger auf meiner Liste hatte) mit Einwegspritzbeuteln und -darauf bin ich besonders stolz- eine große Matte plus zugehörigen Pulver für Magic Decor (zum Herstellen von essbarer Spitze) erweitern.
Ich hatte diese Matte schon lange im Auge, jedoch war sie mir bisher immer viel zu teuer und da ich in der letzten Zeit so viel Neues gekauft hatte (u.a. endlich 3 Tortendummies!!) hatte ich einfach Hemmungen nochmal über 40€ für sowas auf den Tisch zu legen.
Nun gabs einen super-genialen Messepreis und ich konnte die Matte für nen schmalen Groschen erwerben. Jetzt bin ich schon ganz gepannt, wie sich alles verarbeiten lässt und wie sich das Ergebnis dann auf einer Torte macht.
Da ich ja jetzt diese Dummies besitze kann ich viel leichter verschiedene Techniken ausprobieren.
 
Hach, ich hoffe, ich komme bald dazu....und im nächten Jahr habe ich dann zu ungefähr dieser Zeit schon was vor. In Dortmund. In der Westfalenhalle! ;-)

Freitag, 21. März 2014

Geburtstagskuchen

Für morgen brauchte ich eine Kleinigkeit für meinen Schwiegervater zum Geburtstag. Und da ich ja kürzlich meine neuen Kuchenformen ausprobiert hatte und die ganzen Kuchen ja auf einmal keiner essen konnte, hatte ich den kleinen 10cm-Schokokuchen eingefroren. Zudem hatte ich noch übrig gebliebene Schokoladenweihnachtsmänner eingeschmolzen, zu einer kleinen Ganache verarbeitet und ebenfalls ins Tiefkühlfach zum schlafen abgelegt.

Dies kam mir jetzt zugute und ich hab gestern alles rausgeholt, damit es bis heute schön langsam wieder auftauen konnte. Gestern Abend hatte ich mich noch schnell hingesetzt und viele (nicht allzu kleine) Blüten für eine Hyazinthe geformt, die ich dann heute schön zusammengebunden habe.
 
Heute habe ich mich dann daran gemacht, eine süsse, kleine Frühlingstorte zu kreieren. Das Törtchen wurde aus drei Böden und Ganache zusammengesetzt und anschließend mit Ganache eingestrichen. Das ganze mit weissen Fondant eingedeckt, mit frühlingshaft-grünem Akzenten versehen und in der Mitte einen Stohhalm platziert. Endlich gabs dann auch mal die Gelegenheit meinen neuen Kneifer auszuprobieren. Das Ding ist ja wirklich klasse! Ich hab mir nicht vorgestellt, dass es so einfach ist, so witzige Ränder zu formen....(Gut, dass ich gleich zwei Größen da habe-hier wurde natürlich der kleinere verwendet).
Das ganze wurde dann auf ein Mini-Cakeboard (ein niedlicher 16cm-Radius) gesetzt. Und schließlich zum Schluss die Hyazinthe in den Stohhalm gesteckt.
 
Siehe da: eine nette Kleinigkeit zum Geburtstag ist fertig! Ich bin ganz verliebt in das kleine Törtchen und mir gefällts richtig gut-ich hoffe, dem Geburtstagskind auch...!

Dienstag, 18. März 2014

Frühlingsblumen aus Zucker

chja, die Wetterexperten haben es gesagt, die Bauern sagen es, das Thermometer und die austreibenden Bäume und Blumen zeigen es und die ersten bereits gesichteten Mückenschwärme lassen auch den letzten Zweifler verstummen: der Frühling steht tippelnd in den Startlöchern.

Und weil der Frühling so wunderschöne Blumen hervorbringt, musste ich micht doch gleich an die Arbeit machen und ein Maiglöckchen formen. Weisse Blütenpaste, einen einfachen kleinen Blumenausstecher und das Celboard reichen aus. Das ganze aus dünnen, papierummantelten Blümendraht geschoben, das ganze zusammengebunden und mit ein wenig Grüner Puderfaarbe verfeinert- so entsteht ganz schnell dieser kleine Maiglöckchenhalm. Und das ganze bevor die ersten Maiglöckchen im Garten stehen und duften!
 
Da ich jetzt den Dreh mit meinem Hortenienstecher raus habe, habe ich auch begonnen einen ganzen "Bollen" zu Formen. Leider sind bisher zu wenig Blüten entstanden, aber wenn es die Zeit zulässt, werde ich noch mehr formen, um bald einen schönen, dichten halben Bollen mit rosa-grünen Blüten hinzubekommen. Die einzelnen Blüten werden dazu auf eine halbierte Styroporkugel aufgesteckt. Dann wird das Ergebnis insgesamt nicht so schwer wie eine "besteckte" Kugel aus Blütenpaste und man kann es bequem auf eine Torte drapieren!



Montag, 10. März 2014

Der Frühling naht...

Es ist so schönes Wetter und draussen treibt alles so wunderbar fleissig aus!
Da konnte ich nicht anders und musste doch noch mal meinen Hortensienausstecher rauskramen.

Bisher sind die Blumen immer nix geworden, weil die Blütenpaste immer zu weich oder zu klebrig oder zu dünn war. Aber vor einigen Tagen hatte ich durch einen kleinen "Unfall" eine eigentlich viel zu feste (weil zuviel CMC eingerührt) Blütenpaste gemacht, von der ich eigentlich ausging, dass sie nicht mehr zu retten war und warscheinlich bald in den Müll wandern würde.

Ein letzter Versuch mit meinen Ausstechern wollte ich aber dennoch wagen und siehe da: Die Konsistenz ist für die Ausstecher eigentlich ideal! Zwar kann man kaum sehr dünn ausrollen, das brauchte es aber für die Ausstecher auch gar nicht. Am Schluss einfach ein wenig mit dem Balltool die Ränder ausgedünnt und ab auf den Draht.
 
Ich mag diese Hortensien wirklich gerne und die Farbe passt auch ganz gut. Leider hatte ich nicht so viel Zeit, entsprechend viele herzustellen, also gibts nur nen ganz kleinen "Bollen". Demnächst werde ich sie noch etwas üppiger mit gelb und grün abpudern....hach, ich würde am liebsten gleich wieder loslegen!




Samstag, 8. März 2014

Neues Spielzeug

Mutti hat nen neues Spielzeug! Eigentlich gleich 3, wenn man´s genau nimmt...


Für meine Torten, die ich bisher ja immer mit nem mehr oder weniger guten Backring gebacken habe, suchte ich noch eine etwas einfachere Alternative. Backringe sind ja gut und schön, weil sie ja mit knapp 10cm eine bessere Höhe als die handelsübliche Springform haben. Nur nervt es immer ein wenig, wenn die Feststellspange nicht richtig hält. Immer dieses Gefummel- furchtbar!
 
Nun habe ich mir mal drei professionelle Backformen der Firma PME gegönnt. In den Durchmessern 10cm, 20cm und 30cm! Besonders die 30er-Form ist echt imposant! Zum Vergleich habe ich euch mal ein handelsübliches Hühnerei, Größe M reingelegt.
Weiterer Vorteil: die Formen sind aus Alu und sollen damit angeblich die Wärme bedeutend besser leiten, was den großen Vorteil hätte, dass der Kuchen besonders gleichmässig aufgehen müsste und es in der Mitte keinen Hubbel gibt. Ausserdem haben sie auch die schöne Höhe von 10cm und einen wunderbaren geraden Rand. Eine ideale Form für Motivtorten.
 
Nun habe ich mir ein tolles Rezept für einen Schokoladenkuchen gesucht um meine Backformen auszuprobieren und einzuweihen. Das Rezept ist eigentlich für eine 24er-Form vorgesehen, deshalb habe ich die Teigmenge nun auf die 20er und 10er-Form aufgeteilt. Zudem habe ich -entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, die Form mit Backpapier auszulegen- diesmal eingefettet und mit Mehl bestäubt.

Der kleine Kuchen ist nun nach 40 Minuten Backzeit fertig. Mal sehen, ob die 20er-Form mit 60 Minuten hinkommt. Und dann wirds spannend: lässt sich der Kuchen auch ohne Backpapier auslösen? Leitet die Aluform tatsächlich besser als das übliche Blech? Bleibt nach dem Auskühlen ein Hubbel oder nicht?
Fragen über Fragen-mal sehen, ob die Beschreibung hält, was sie verspricht!
 
Die Kuchen sind eigentlich ganz gut geworden. Alles liess sich super aus der Form lösen. Allerdings werde ich in Zukunft wohl doch wieder Backpapier verwenden: bei gefetteten Formen weicht mir der Rand zu sehr durch.
Und einen Hubbel gabs trotz des Materials. Also: für Torten muss doch wieder die Isoliermethode herhalten.