Dienstag, 15. Juli 2014

Making of...Hochzeitstorte (Teil 2)

Der erste Schritt ist gemacht und wurde in Teil 1 beschrieben. Nun denn...weiter gehts!

4 Tage vor der Hochzeit...

...habe ich die Ganache für die Nussetage vorgereitet. 
Zudem wurden die Zuckerblumen gemacht. Die Anemonen sind sehr einfach und schnell herzustellen, wenn man das richtige Werkzeug und die fertige Blütenpaste hat.


Hier die Anleitung zum Herstellen der Anemonen:


Man braucht dazu:
Mohnausstecher in zwei Größen
Balltool
Mohnblumenveiner
Flowerpad
kleiner Ausrollstab
etwas Palmin soft
Blütenpaste in weiß
Royal Icing in schwarz
ein paar Löffel

nicht im Bild:
Rollfondant in schwarz
CMC
Lebensmittelkleber
Papiertaschentuch
Frischhaltefolie


1.) Blütenpaste sehr dünn ausrollen und für eine große Anemone insgesamt 5 Blütenblätter mit dem großen Mohnausstecher ausstechen. Jedes Blatt mit dem Veiner strukturieren.
Ich fette die Unterlage immer etwas ein, lege meine Blätter darauf und streiche vorsichtig eine Frischhaltefolie darüber. So kommt keine Luft an die übrigen Blätter, solange ich an einem Blatt arbeite.

2.) Die Ränder vorsichtig etwas ausdünnen bis sich der Rand beginnt leicht zu wellen.


 3.) Das Blütenblatt mit der gewellten Seite nach aussen auf dem Löffel plazieren und dort etwas antrocknen lassen (ca. 1/2 Std). Derweil die übrigen Blätter genauso herstellen.




4.) Die angetrockneten Blätter werden nun zu einer Blüte zusammengeklebt. Das mache ich immer im angetrockneten Zustand, damit der untere Teil noch etwas flexibel ist und sich gut mit den übrigen Blättern verbinden lässt.
Dazu wird auf den unteren rechten Rand des ersten Blütenblattes etwas Lebensmittelkleber aufgebracht und das zweite Blatt leicht überlappend aufgeklebt usw. So werden schließlich alle fünf Blätter fächerartig zu einer Blüte übereinander geklebt.



 5.) Die Blüte wird nun auf zwei oder drei Löffel plaziert, um sie so über Nacht trocknen/aushärten zu lassen. Die Blütenblattränder konnen nun noch vorsichtig etwas in Form gebogen werden und ich verteile auch immer gerne ein paar gezwirbelte Papiertaschentuchfetzen hier und dort unter den Blättern, damit die Blüte etwas dynamischer aussieht.

Für die kleinen Blüten werden 4 kleine Blätter ausgestochen und ebenso vorbereitet. Die Blätter werden wie ein Kleebatt übereinander geklebt (siehe Bild).

Alles über Nacht trocknen lassen.


6.) Am nächsten Tag habe ich die Blütenstempel gemacht. Dazu habe ich etwas CMC in schwarzen Rollfondant eingeknetet. Ziemlich danach eine kleine Rolle geformt, von der ich einige gleich große Stücke abgeschnitten habe. Die wurden zunächst zu einer Kugel gerollt, die anschließend zu einer Scheibe von etwa der Größe einer 1€-Münze gedrückt wurde.
Für die kleinen Anemonen habe ich eines der angeschnittenen Stücke nochmals geteilt. Das Verfahren ist das Gleiche.



7.) Mit dem Stückchen Zwiebelnetz habe ich nun die Scheiben strukruriert.
8.) Und nun werden diese Scheiben mit etwas Lebensmittelkleber in der Blütenmitte festgeklebt. Zum andrücken habe ich wieder das Zwiebelnetz genommen. Die Blüten lasse ich so ein paar Tage trocknen, damit die Stempel auch aushärten können.

9.) Man kann nun noch ein paar kleine Punkte rundherum um den Blütenstempel anbringen. Dafür benutze ich immer eine kleine 1er Tülle und schwarzes Royal Icing. Da ich aber das Royal Icing später auch noch für die Torte benötige, mache ich den "Punktering" auch erst später! 

So sah eine Blüte aus, die ich vor einiger Zeit schon mal gemacht habe:


10.) Fertig! Die Anemonen werden mit etwas Lebensmittelkleber auf die Torte geklebt!

3 Tage vor der Hochzeit...

...habe ich -wie oben beschrieben- die Anemonen fertiggestellt. 
Ausserdem habe ich die Nusstorte gestapelt.
Das Backen der Böden in der 30er Form war ne gute Idee. Die Böden haben sich beim Auskühlen und Ruhen noch etwas zusammengezogen, dass ich nur wenig abschneiden musste, um an meine geplante 28er Form zu kommen. Im Bild kann man auch schön sehen, wie super es war, die Böden einzeln zu backen. Sie werden alle einfach sehr exakt und man muss nicht viel begradigen. Die Oberfläche sieht aus wie geschnitten!
Zum Zurechtschneiden habe ich alle Böden übereinander gelegt...

 ...und meine 28er Cakecard als Schablone benutzt:

Dann ganz normal mit der aufgeschlagenen Ganache gefüllt und schön ordentlich gestapelt. Und schließlich für die Fondantdecke vorbereitet-also mit Ganache eingestrichen.
Die Ganache zum Einstreichen war in einer so cremig-tollen Konsistenz (muss am momentanen Wetter liegen), dass ich sie nicht mal erwärmen musste, um die Torte einzustreichen. Das sah soooo lecker aus:




Selbstverständlich wurde das Ganze noch glatt gestrichen und dann ab in den Kühlschrank.
Dann wirds ernst: ab 2 Tage vor der Hochzeit beginnt der Endspurt! In Teil 3 ist alles beschrieben!

1 Kommentar:

  1. Hi Jule.
    Wow! Finde deinen Blog super!! Und natürlich die Torten. Wäre ich nicht schon verheiratet, hätte ich meine Hochzeitstorte bei dir "bestellt". Gefällt mir richtig gut. Und besonders der Sweettable für deine Mama. Richtig richtig gut!
    Es Grüßen dich Carlo, Josephine und Mama

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