Samstag, 19. Juli 2014

Making of...Hochzeitstorte (Teil 4)

Der große Tag ist gekommen!! Bevor es losgehen kann müssen noch die letzten Handgriffe getan werden:

...Tag X:
 

Auf der unteren Etage habe ich mit schwarz gefärbten Royal Icing die Polka Dots aufgebracht, die ja schon am Vortag markiert und nun nur noch mit der 1er Lochtülle nachgespritzt wurden.


Für das Verwenden von Spritztüten und Tüllenadapter habe ich mal eine sehr praktische Anleitung gefunden, die ich seitdem immer anwende. 
Dafür verpacke ich mein Royal Icing in eine Frischhaltefolie und zwirbel die Enden wie bei einem Bonbon zusammen. Dieses Royal Icing Paket lege ich wiederum in den Spritzbeutel und ziehe einen Zipfel vorne raus. Das Paket positioniert sich damit auch gut im Beutel.
Anschließend schneide ich die rausstehende Folie ab und schraube meine Tülle auf.
Auf diese Weise lässt sich ein und derselbe Beutel für mehrere Farben und/oder Konsistenzen verwenden: es wird einfach das Royal Icing Paket ausgetauscht und die Tülle vorne kurz durchgespült und schon kanns weitergehen!


 Ein weitere Vorteil dieser Technik besteht in der Möglichkeit, das Royal Icing so länger frisch und damit verarbeitbar zu behalten. Ich stecke vorne einfach einen Zahnstocher in die Tülle und packe das Ganze in einen Gefrierbeutel, den ich wiederum mit einem handelsüblichen Tütenclip verschließe. So kann man den Spritzbeutel gut von A nach B transportieren und gleich wieder verwenden. Ich habe sogar schonmal einen Beutel auf diese Weise über Nacht gelagert und konnte das Icing gut am nächsten Tag weiter verwenden.



Zu guter Letzt mussten nun noch die Dübel zum späteren Stapeln eingebracht werden.  

Mit Hilfe einer Schablone aus einem meiner Peggy Porschen Bücher habe ich die Markierungen für meine Tortendübel per Zahnstocher auf die Torte übertragen. Dazu habe ich die Schablone auf die Größe meiner zweiten Etage-Torte ausgeschnitten und 8 Dübel anmarkiert. Als Dübel verwende ich zurechtgestutze Cocktailtrinkhalme. Mit Hilfe eines Esstäbchens wurden nun die Löcher vorgestanzt. Dann wurden einfach die zuvor auf die richtige Länge zugeschnittenen Trinkhälme eingesetzt und bis zum Boden runtergedrückt.

Weiterhin habe ich die unterste Etage schon auf dem vorbereiteten Cakeboard befestigt.
Fürs Stapeln vor Ort war somit alles vorbereitet.


Und so habe ich alle meine Torten fertiggestellt und war schon ein bisschen stolz, als ich in den Kühlschrank sah:



Jetzt gings ans Eingemachte: die Torte ist fertig und musste nun bei 32°C Aussentemperatur rund 1 Stunde durch die Gegend bis zur Feierlocation gefahren werden.
Mit Hilfe eienr großen Styroporbox (mittlere+kleine Torte), einem weiteren großen Karton (unterste Etage), einigen Kühlakkus -verpackt in Geschirrhandtücher, viel Schaumstoff zum Auspolstern und einer gut funktionierenden Klimaanlage im Auto ging die Zitterpartie los.

Alles ist heil angekommen!! Und ich war zwar schweißgebadet, aber auch sehr erleichtert.
Vor Ort habe ich die Torte dann noch zusammengesetzt. Dafür wurden jeweils 4 Trinkhale wieder ein paar cm herausgezogen und die Stapeletage aufgesetzt. Durch das Gewicht der Stapeletage drückten sich die Dübel wieder runter in die Torte und die Etage wurde sehr elegant und sicher abgesenkt. Jede Etage die Bordüren und Bänder angebracht und natürlich mit den Anemonen "gekrönt".


Mein Fazit: In den letzten Tagen gings heiß her. Einerseits, weil jeden Tag die Temperaturen erneut um ein paar Grad stiegen und meine Schweissperlen auf der Stirn nicht nur wegen des Wetters, sondern auch wegen der Angst, dass die Torte ihren Bestimmungsort nur total zerflossen erreichen würden.
Oder ganz und gar schon bei der Dekoration und dem Eindecken zerfliesst. 

Aber alles ist gut gegangen und ich bin sehr stolz, dass alles geklappt hat. 

Ein großer Dank gilt auch meinem Mann und meiner Mama, die sich zwischendurch um unsere beiden kleinen Zwerge gekümmert haben und mir damit den Rücken für meine Arbeit freigehalten haben!

Und nun seid ihr bestimmt schon ganz gespannt, wie sie aussieht, die Torte...?!

Alles hat so perfekt harmoniert, dass mir dies einen separaten Artikel wert ist. Und der wird gleich kommen!

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