Montag, 19. Januar 2015

Buch des Monats: Renate Gruber "130 Gramm Liebe"

Das erste Buch des Neuen Jahres ist ein weiterer Klassiker, der für mich unentbehrlich geworden ist. "130 Gramm Liebe" ist Renate Grubers erstes Buch und stellt eine perfekte Ergänzung zu "300 Gramm Glück" dar. Oder ist "300 Gramm Glück" die perfekte Ergänzung zu "130 Gramm Liebe"?

Wie rum man es auch betrachtet, fest steht: wer beide Bücher noch nicht hat, sollte sich am Besten gleich beide zulegen und ist damit rezeptetechnisch wirklich bestens versorgt!


"130 Gramm Liebe" ist ein hübsches, dickes und äusserst brauchbares Cupcake-Buch, dass auch kulinarisch sehr erfreut, da auch hier sämtliche Rezepte dem deutsch/österreichischen Gaumen angepasst sind.

Ich verwende meine Tortenfüllungen ja generell sehr gerne universal, d.h. auch als Cupcake-Toppings und umgekehrt. Und so war dieses Buch natürlich für mich ebenfalls eine wunderbare Inspirationsquelle in Punkto neue Tortenideen.

Inhaltlich geht es zunächst etwas chaotisch zu: ich konnte keine wirklich Sortierung nach Toppings, Verzierungen, Sirups oder Sponges erkennen. Alles ist irgendwie völlig duchmischt.
Dennoch störte mich das (obwohl ich ein eher strukturierter Mensch bin) nicht. Es macht einfach Spass in dem Buch "herumzulungern" und sich auf jeder Seite erneut inspirieren und überraschen zu lassen. Das macht dieses Buch ungemein unterhaltsam.

Die Rezepte sind, wenn auch nicht immer "auf die Schnelle" zu machen, so doch gut umzusetzen. Bei einigen Rezepten bedarf es einiger Vorbereitungszeit bzw. etwas aufwändigerer Zubereitungszeit. Ein vorheriges gründliches Durchlesen des Rezeptes bevor es losgeht ist also angebracht! 
Wer Rezepte sucht, bei denen alle Zutaten lediglich in eine Schüssel geschmissen werden, befindet sich hier auf dem Holzweg: es wird deutlich, wie gewissenhaft und mit wie viel Liebe Renate Gruber ihre Cupcakes herstellt. Und ebendas schmeckt man auch heraus wie ich meine!

Zu den verschiedenen Toppingrezepten ist immer auch eine kleine Auflistung beigefügt, welche verschiedenen Sponges sich hier besonders gut kombinieren lassen. Und umgekehrt gibt es verschiedene Topping-Vorschläge zu jeden Spongerezept.
Dadurch wird dem Leser also nicht ein kompletter Cupcake vorgegeben, sondern verschiedene Kombinationsmöglichkeiten eröffnet, was dazu führt, dass sich unterm Strich unzählbar viele weitere Cupcake-Kombinationen in diesem Buch verstecken, als man zunächst angenommen hat. 
Frau Gruber verführt also dazu, selbst kreativ zu sein, was ich wirklich großartig finde!

Mein Fazit:
Ein tolles Cupcakebuch mit allerhand süssen, aber auch herzhaften Rezepten, sehr gut beschriebenen Anleitungen und tollen Ideen für verschiedenste Kombinationsmöglichkeiten. Das Buch und seine Rezepte sind mit Liebe zum Detail ausgewählt, gestaltet und beschrieben und macht Mut, selbst kreativ zu werden. 
Es zu lesen ist ein Genuss nicht nur für den Gaumen, sondern auch für die Augen. Ich spreche -mal wieder- einmal eine absolute Kaufempfehlung aus!



Montag, 12. Januar 2015

Online-Interview

Vor ein paar Tagen bekam ich eine sehr nette Mail von Marten. 

Marten betreibt den Blog einfachgefragt.com, der darin besteht mit anderen Bloggern Interviews zu und über deren Blogthemen zu führen. Und so hat er auch mit mir ein solches Interview geführt mit dem Titel " Jule über das Backen, Hochzeitstorten, Kuchendekorationen und mehr".

Ich finde, das Interview ist sehr gelungen und wer möchte, darf es sich gerne mal durchlesen!

Was macht man bei diesem Schietwetter draußen sonst noch so?  Vor allem, wenn man sich dann noch so eine richtig schöne dicke Erkältung zugelegt hat? Man mag am Liebsten gar nicht mehr das Bett verlassen.
An Backen ist da gerade ausnahmsweise mal nicht zu denken...

Also nutzen wird diese Zeit doch sinnvoll mit Rezeptrecherchen. 
Was könnte da besseres passen als diese wundersüßen Lesezeichen im Titelbild, die ich vor kurzem entdeckt habe und -mein Liebster möge es mir verzeihen- leider auch gleich  zulegen musste. Thematisch passend natürlich mit kleinen Cupcakes schmücken sie nun meine Buchseiten und ich finde dann bald (wenn die Erkältung sich wieder verabschiedet hat) auch gleich die Rezepte wieder, die ich noch ausprobieren möchte!

Mal ehrlich: hättet ihr denen widerstehen können? Seht ihr...sach ich doch!


Mittwoch, 7. Januar 2015

Winter-Mini-Törtchen

Neulich habe ich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Reste verwertet und jemandem eine kleine Freude zum Geburtstag gemacht. Und dieses eine kleine, feine Wintertörtchen ist dabei heraus gekommen.


Gefüllt mit Mohn-Eierlikör-Kuchen und einer himmlischen Vollmilchganache. Gut, Mohn und Schokolade hätte ich jetzt nicht planmässig kombiniert, wenn ich es nicht noch da gehabt hätte. Aber den Geschmack fand ich dann doch überraschend lecker.

Und somit stellt dieses Törtchen meine erste Torte des Jahres 2015 dar!

Freitag, 2. Januar 2015

Weihnachtsrückblick bzw. Apfel-Zimt-Cupcakes

Das wars dann also. 2014 ist passé und wir sind gespannt, was uns 2015 bringen wird.
Ich hoffe, ihr hattet alle schöne und gemütliche Feiertage und seid alle gut ins Neue Jahr gekommen.


Bei uns ist Weihnachten wie immer viel los gewesen: das bleibt halt nicht aus, wenn man eine große Familie hat. Und -mittlerweile schon fast "traditionell"- haben wir zum großen Kaffetrinken am 2ten Feiertag zu uns eingeladen. Im Vorfeld wurde die letzte Backaktion in diesem Jahr veranstaltet und es gab diesmal zum Einen wieder die beliebte Mohn-Marzipan-Torte und zum Anderen habe ich ein paar neue Cupcakes ausprobiert: Apfel-Zimt-Cupcakes.

Ich wollte unbedingt Cupcakes machen, die Äpfel enthielten und habe ziemlich viel recherchiert. Häufig finden sich "Bratapfel-Cupcakes mit Zimtsahne" wieder, die mich aber irgentwie nie so angesprochen haben, also habe ich ein wenig experimentiert und heraus kam dann dieses Rezept. 

Als "Sponge" habe ich eine Abwandlung von Renate Grubers "Alt-Wien-Sponge" gemacht, den ich richtig gut finde:

Alt-Wien-Sponge

150g Zartbitterkuvertüre
4 Eier
140g Rohrzucker
140g weiche Butter
140g Mehl


1.) Kuvertüre schmelzen 
Am einfachsten geht es tatsächlich mit Frau Grubers Trick: gehackte Kuvertüre auf einen Teller oder Schüssel in den Backofen stellen und dort langsam schmelzen lassen. Ich habe dies während der Vorheiz-Zeit getan.

2.) Eier trennen,  Eiweiß mit ca. der Hälfte des Zuckers steif schlagen und beiseite stellen. 

3.) Butter weiss-schaumig schlagen, warme, geschmolzene Kuvertüre unterrühren und ca. 1 Minute weiterrühren, bis die Masse etwas runtergekühlt ist.

4.) Nach und nach das Eigelb unterrühren und anschließend den restlichen Zucker zugeben

5.) dann zügig das Mehl unterrühren-die Masse wird nun etwas kompakter und sieht fast flockig aus.

6.) Zum Schluss den Eischnee unterziehen.


7.) In die Cupcakeförmchen geben und ca. 30 Minuten bei 180°C, Ober-Unterhitze backen. Stäbchenprobe machen. 


Apfel-Zimt-Füllung
(am besten am Vortag zubereiten)

4 säuerliche Äpfel  (z.B. Boskop)
einen guten Schuss Amaretto
100g Marzipanrohmasse
1-2 TL Zimt
Mark einer Vanillerschote
etwas Wasser
ein paar Mandelsplitter

1.) Äpfel schälen, gründlich entkernen, klein schneiden und in einen Topf geben. 

2.) Etwas Wasser, die Vanille und den Amaretto dazugeben und alles kurz aufkochen lassen. Man kann hier variieren: alles zu Apfelmus zerkochen lassen oder -wie ich es gemacht habe- nur teilweilweise zerkochen, so dass noch hier und dort noch ganze Stückchen übrig bleiben. 

3.) In eine kalte Schüssel umfüllen, den Zimt und in Flocken gezupften Marzipan unterrühren. Alles kalt werden lassen.





Cupcakes füllen und das Topping herstellen:

Zimt-Topping

250g Mascarpone
300g Frischkäse
etwas Rohrzucker
1-2 TL Zimt (je nach Geschmack mehr oder weniger)

Alle Zutaten in miteinander verrühren, und in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle (Wilton Nr. 1M) füllen.

Dann müssen die Cupcakes eigentlich nur noch zusammengesetzt werden.
Mit einem Melonenkugelschneider (heissen die Dinger so?) die Cupcakes großzügig aushöhlen.

Die Löcher mit der Apfelmasse gut füllen und einige Mandelsplitter auflegen. Das Zimttopping aufspritzen und nach belieben mit einem Klecks Vanillesoße beträufeln (das kann man aber auch weglassen). Fertig!