Freitag, 27. Februar 2015

Gelbe Orchideentorte



So langsam hab ich keine Lust mehr auf dieses nass-kalte Wetter. Zwar müssen wir vermutlich noch ein wenig durchhalten, bevor der Frühling endlich einzieht, aber man muss sich ja nicht alles gefallen lassen.

Also habe ich beschlossen, etwas gegen diese Tristesse draußen zu tun und habe eine weitere kleine Geburtstagstorte gebacken, die gute Laune machen soll! Ein gewisses Maß an Eleganz passt zur Beschenkten und deshalb gibts heute eine gelbe Torte mit schicken Zucker-Phalaenopsis-Orchideen, die ich an drei Abenden modelliert, zusammen gesteckt und coloriert habe.


Ich liebe diese Farbkombination und eine gelbe Torte wollte ich immer schon mal machen. Passend zum "Outfit" befindet sich in diesem 15cm-Schätzchen ein einfacher, saftiger Rührteig, gefüllt mit selbst gemachtem Lemoncurd und als Fondantgrundlage gabs ne weisse Schokoladen-Ganache.
Man hätte nun die Böden noch mit Limoncello tränken können, was ich auch gemacht hätte, wenn nicht davon auszugehen ist, das auch Kinder von dieser Torte kosten wollen. 


Ein Jammer, das ich beim Verzehren nicht dabei sein kann....

Dienstag, 24. Februar 2015

"Fly Away Torte"



Hui! Heute hat das liebe Cousinchen Geburtstag! Und bis gestern war sie noch auf einen Kurztrip hier im Münsterland! Geburtstage sind ja generell eine gute Gelegenheit für neue Torten und wenn das Cousinchen dann dran ist,  kann man ruhig ein wenig klotzen statt zu kleckern!

Also wurde die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und etwas ganz besonderes gezaubert. Das Tolle daran: sie konnte nun einmal "von der Pieke auf" miterleben, wie eine Torte entsteht. Na, wenn das mal nicht unter die Kategorie "gut genutzte Zeit" fällt. Und einen kleinen Blumenkurs gabs noch obendrauf. Die Dahlien hat sie selbst gemacht und ich finde, sie sind ausserordentlich gut gelungen!
 
Und - wie sollte es anders sein - eine kleine Besonderheit gabs dann doch: die Torte musste mit nach München-im Flugzeug! Ein kurzer Anruf bei der Flugsicherung erbrachte dann auch die befürchtete Antwort: Torten dürfen nicht ins Handgepäck!
Was also tun? Antwort: Eine einigermaßen kompakte Torte zaubern, die sich gut verpacken lässt und dann sicher im Koffer mitgenommen werden kann. 'Heijeijei' werden da einige sagen 'ob das mal gut geht?'. Unsere Antwort dazu: ja, das geht! 

Aber nun erstmal von vorne:
Wir haben uns für einen Eierlikörkuchen mit Schokoladenganache entschieden. Die Füllungsganache ist nur sehr dünn aufgetragen, damit der Kuchen nicht noch höher wird (und damit auch schlechter zu verpacken).
Aussenrum ist eine Fondantdecke, die relativ flach und damit recht "sicher" ist. Für die Statistik: die Torte war ca.10cm hoch und hatte einen Druchmesser von 18cm.
Die großen Blumen sind allesamt auf Zahnstocher geformt, so daß man sie schnell auf- und wieder abstecken kann. Quasi zum selber zusammenbauen! ;-)
Soweit so gut. 
 
Nun musste aber alles noch reisefertig gemacht werden. Und weil ich denke, das könnte vielleicht den einen oder anderen Interessieren - so kam die Torte per Flugzeug nach München: 

Kleine Torte auf großer Reise
 
Die Blumen werden zum Transport auf einen Steckschwamm gesteckt, denn so können sie nicht hin und her rutschen. Dieser wurde dann in einen mit Schaumstoff und Seidenpapier ausgestopften kleinen, stabilen Karton vorsichtig verpackt, der dann im Handgepäck transportiert werden kann. 

Die Torte wird ganz ähnlich verpackt. Wichtig hierbei ist ebenfalls: nichts darf sich mehr rühren! Die Torte selbst wurde auf eine stabile Cake Card gesetzt, damit man sie hinterher wieder leicht aus der Kiste heben kann und damit sie von unten gegen Zerdrücken geschützt ist. Dann erhielt die Torte eine Manschette aus Backpapier und eine weitere Manschette, sowie einen Deckel aus Schaumstoff.


Die nun noch verbliebenen Lücken müssen jetzt nur  noch ausgestopft werden - mit Küchenpapier, Seidenpapier oder eben auch mit Schaumstoff.
 


Der Karton wird zugeklebt und auch ein erster beherzter Schütteltest ergibt, daß nichts mehr hin und her rutscht. Der Karton verschwindet zwischen den Klamotten im Koffer und ist somit doppelt geschützt.
Und zu Hause angekommen muss nur noch alles wieder ausgepackt und die Blumen wieder auf die Torte gesteckt werden! Alles ganz easy! Klaro- wussten wir natürlich vorher schon! ;-)

...und jetzt würde ich mich sogar trauen, eine Torte per Post zu verschicken. Ohne Blumen allerdings...

Und so lebte die Torte glücklich bis an ihr nahendes Ende! Dann bleibt uns eigentlich nur noch zu sagen:

Happy Birthday, liebes Cousinche! Ich hoffe, Dir schmeckt unser Törtchen!

Mittwoch, 18. Februar 2015

Buch des Monats: Zoe Clark "Simply Perfect Party Cakes For Kids"


In meinem letzten Artikel habe ich es ja schon angesprochen, nun möchte ich es euch mal genauer vorstellen: das Buch "Simply Perfect Party Cakes For Kids" der londoner Tortendesignerin Zoe Clark.
Dem Einen oder Anderen ist dieser Name vielleicht schon ein Begriff, aber denen, die sie noch nicht kennen, sei gesagt, das Zoe Clark einen unverkennbaren harmonischen, leichten Stil hat und mit einer solchen Perfektion arbeitet, daß jede Torte ein echter Hingucker ist. Übrigens sind die Kreationen, die in der Zeitschrift "Torten dekorieren" vorgestellt werden ebenfalls von ihr!

Bei  "Simply Perfect Party Cakes For Kids" handelt es sich um ein Softcover-Buch, das 2014 im David and Charles-Verlag zunächst in englischer Sprache in England und den USA erschienen ist. Eine deutsche Fassung gibt es bisher nicht. Es ist im DIN A4-Format zwar nicht besonders kompakt, aber dennoch sicher handlicher als andere Tortenbücher.

Was mich ziemlich begeisterte, war zunächst die Tatsache, daß die Autorin nicht das gesamte erste Drittel des Buches mit weitreichenden Ausführungen über die Grundlagen des Tortenbackens verschwendet hat. Eine Doppelseite reicht aus, um stichwortartig über die wichtigsten Werkzeuge und Ausstattung aufzuklären und dann gehts auch schon gleich los mit der Materie "Kindertorten". Ich habe mich sehr über dieses Novum gefreut!

Es folgen 12 wunderbare Torten in jeweils einer sehr anschaulichen und leicht verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Nachmachen. Wunderbar auch die Idee, den einen oder anderen Themenkuchen mit einigen Sweet-Table Accessoires wie passenden Cupcake- oder Cookie-Ideen zu ergänzen. Das macht das Buch zu einer wirklichen Entdeckung!

Ebenso überzeugt die breite Themenpalette des Buches, denn für (fast) jede Altersklasse und Vorliebe ist etwas dabei:
So sind für die ganz Kleinen wunderbare Torten mit Teddybären, Elefanten oder kleinen gelben Entchen zu finden. 
Für Schulkinder hat sie zauberhafte Torten für kleine Prinzessinnen oder Ritter im Repertoire. Sogar ein kleines Zirkuszelt wird Schritt-für-Schritt beschrieben, wobei dies wohl eher etwas für Fortgeschrittene Tortendesigner ist.
Selbst ältere Kinder, bzw. Teenager können mit Torten in Form eines Suftbretts, einer Diskokugel oder einer Handtasche überzeugt werden. Interessant, wenn vermutlich auch nicht jedermanns Sache, ist auch eine Thementorte "Paintball", bei der u.a. beschrieben wird, wie man Kuchen und Fondant in Camouflage-Optik herstellt.

Insgesamt ist es also ein sehr abwechslungsreiches Buch mit vielen neuen Ideen, die wunderbar nachvollziehbar vorgestellt und beschreiben werden.

Am Ende kommt dann allerdings doch wieder ein allgemeiner Teil, der die Grundrezepte und Techniken, die im Laufe des Buches verwendet wurden, näher beleuchtet. Allerdings muss ich auch hier sagen, das alles sehr anschaulich beschrieben wird und auch eher kurz und knapp gehalten wurde. Ein Großteil des hier Vorgestellten besteht tatsächlich aus neuen Techniken, die speziell in diesem Buch präsentiert werden.
Im Anhang finden sich dann noch einige Vorlagen wieder, die das Nachbacken der einen doer anderen Torte erleichtern.

Alles in Allem hat mich dieses Buch sehr überzeugt und ich  muss meine Empfehlung aussprechen. Es ist abwechlungsreich, innovativ, vielseitig und gut verwendbar. Einzig die Tatsache, daß es bisher nicht ins deutsche übersetzt und veröffentlicht wurde, ist etwas bedauerlich. Aber was nicht ist, kommt vielleicht noch...Wollen wirs hoffen, denn ich denke, das dieses Buch auch für den deutschen Torten-Markt interesssant sein dürfte!

Donnerstag, 12. Februar 2015

Polka Dot-Piñata-Kuchen (Kinderkarneval)


Juhuuu, die 5. Jahreszeit nähert sich ihrem Höhepunkt und auch im Kindergarten gibts ne große Kostümparty! Bob der Baumeister und ein Frosch stehen bei uns in diesem Jahr auf dem Plan. Und natürlich darf bei der Kinderparty auch kein bunter Kuchen fehlen. Damit sich die Sache auch ordentlich lohnt, gibts gleich zwei Kuchen - na logo: einen für Bob und einen für den Frosch.

Ich war der Meinung, dass sie ordentlich bunt sein sollten und Smarties-Konfetti oben drauf waren mir da nicht genug. Also habe ich die Gelegenheit genutzt und mal wieder einiges Neues ausprobiert: Auch innen sollte es eine bunte Überraschung geben!



Aber von vorne. Ich habe mich von den Ideen aus dem Buch "Simply Perfect Party Cakes for Kids" von Zoe Clark (welches in demnächst noch mal ausführlicher vorstellen werde) inspirieren lassen und einen Polka Dot-Kuchen mit einem Piñata-Kuchen kombiniert. DA haben die Kinder sicher Spaß dran!

Für den eigentlichen Kuchen müssen zunächst die "Polka Dots" vorbereitet werden. Das sind kleine Kügelchen aus mit etwas Buttercreme vermischten Kuchenbröseln, die wahlweise in gleicher oder in unterscheidlichen Größen zu -genau- Kugeln gerollt werden. Diese Kügelchen werden dann im Kuchenteig versenkt und einfach mitgebacken.

Es muss also zunächst ein einfacher, möglichst heller Kuchen her. Dazu habe ich einen Rührteig nach einem  Rezept hergestellt, welches Zoe auch für ihre Kuchen verwendet. Es ist sowas von simpel, das es mich fast wundert, warum ich es nicht schon eher einmal getestet habe. Ausserdem lässt es sich leicht an verschiede Größen anpassen, da die Mengen für Butter, Puderucker und Mehl zu gleichen Teilen bestehen. Man muss nur ein Ei mehr oder weniger dazu tun.
Die angegebene Rezeptmenge passt aber gut für einen 18er oder 20er Kuchen.



Polka Dot-Kuchen

für die "Dots":
ein einfacher Kuchen in einer 20er Backform gebacken mit folgenden Zutaten:


250g weiche Butter
250g Puderzucker
5 Eier
250g Mehl
1 Pck. Backpulver
1 TL Vanilleextract (oder 1 Pck. Vanillezucker)

Butter mit Puderzucker zu einer weißen, fluffigen, leichten Masse aufschlagen, dann nach und nach die Eier zugeben. Dann kurz das Mehl einrühren (ich gebe es immer EL-weise unter Rühren in die Masse). Den letzten Rest kippe ich dann nach, stelle die Maschine sofort aus und hebe das restliche Mehl mit dem Teigschaber unter. Dadurch fällt die geduldig aufgeschlagene, fluffige Masse nicht wieder zusammen. Alles in eine 20er Backform geben, die Oberfläche glattstreichen und im vorgeheizten Ofen bei 165°C ca. 40-50 Minuten backen.
Stäbchenprobe nicht vergessen!
Den Kuchen am besten schon vorher machen, damit er gut auskühlen kann.

Für die Buttercreme einfach Butter und Puderzucker zu gleichen Teilen vermischen. Da nur wenig Buttercreme benötigt wird (3-4 EL) habe ich 1/2 Pck Butter mit 125g Puderzucker vermengt.

Der fertige Kuchenteig wird nun zu Krümeln zerbröselt (ich mache das gerne in der Maschine mit dem Knethaken)


und mit 2-3 EL Buttercreme vermengt. 


Diese Masse dann in einige Teile zerteilt und verschiedenfarbig eingefärbt. In meinem Fall wurden 4 Teile in blau, gelb, pink und grün eingefärbt. 


Aus jeder Farbe nun die Kügelchen in gewünschter Größe formen und zum Festwerden für ca. 15 Minuten ins Eisfach legen.



Dann wird der eigentliche Kuchen gebacken. Ich habe einfach den gleichen Rührteig wie schon zuvor vorbereitet. Mit dem Teig wird dann der Boden der Form belegt und etwas glattgestrichen, dann einige der bunten Kugeln darauf verteilen.


Dann den Rest des Teiges drauf geben. Wieder einige Kuglen darauf verteilen und ab in den Backofen.  
Eindrücken braucht man die Kugeln übrigens nicht, denn beim Backen senken sie sich von allein etwas ab.

Die Backzeit erhöht sich nun etwas, da die gefrorenen Buttercreme-Kugeln nach meiner Erfahrung den Garpunkt verzögern. Man muss hier mit Gefühl backen und zwischendurch immer mal wieder die Stäbchenprobe machen, um den richtigen Zeitpunkt fürs Rausnehmen zu erwischen.

Sind die Kuchen endlich fertig, müssen sie gut auskühlen. Idealerweise backt man die Kuchen einen Tag vor der weiteren Verarbeitung.

Verwandlung in einen Piñata-Kuchen


Für den Piñata-Kuchen wird nun mit einem passenden Dessertring auf der Unterseite ein zylingerförmiges Loch gedrückt. Man kann natürlich auch den Kuchen teilen und mit Buttercreme gefüllt wieder zusammensetzen. Ich habe hier mal geteilt, damit man sieht, wie der Kuchen nun innen aussieht - gefüllt habe ich ihn diesmal nicht, weil es kein Fondantkuchen wird ;-):


Den Dessertring ein klein wenig hin und her bewegen, damit der Teig etwas bricht und beim herausnehmen des Ringes ein kleiner Deckel darin stecken bleibt. 


Damit soll der Kuchen hinterher wieder von unten verschlossen werden.
Das Loch selbst kann mit einem Teelöffel weiter ausgehöhlt werden. Aber vorsicht! Nicht so tief boren, dass die Kuchenoberseite beschädigt wird!
Ich habe für einen 10cm Kuchen einen Dessertring von 7,5cm Durchmesser verwendet. Für die beiden weiteren Kuchen von 15cm und 18cm wurde ein Ring mit 10cm Durchmesser verwendet.

Dann wird der Hohlraum mit Smarties verfüllt. Hier ist es Geschmackssache, ob man die großen oder die kleinen hernimmt. Ich habe es vom Kuchendurchmesser abhängig gemacht. In einem kleinen Kuchen von 10cm Durchmesser sind die kleinen Smarties versteckt, in den beiden größeren Kuchen (15cm und 18cm) die großen.


Nun wird mit dem kleinen Deckel alles wieder verschlossen und der Boden dann mit etwas Buttercreme eingestrichen. Dann kommt eine passende Cakecard drauf und der Kuchen kann wieder umgedreht werden.


Dann kanns ans dekorieren gehen. Man kann einerseits mit Fondant eindecken, nachdem man den Kuchen mit Buttercreme geiced hat. Das habe ich mit dem kleinen Kuchen gemacht.

Für den Kindergartenkuchen habe ich mich für einen klassichen Schokoladenmantel entschieden, der oben mit Smarties dekoriert werden sollte.

Dafür wurde die Kuvertüre mit etwas Palmin im Wasserbad geschmolzen und großzügig über den Kuchen gegeben. 



Bevor man mit der Ummantelung beginnt ist es ratsam, den Kuchen zuvor auf ein kleines "Podest"  zu stellen, damit die Schokolade bequem abfließen kann. Diese Erkenntnis hat sich beim zweiten Kuchen als sehr nützlich erwiesen!




Mit einer kleinen Palette wurde nun die Oberseite gleichmässig vorsichtig glatt gestrichen. 


Die Schokolade läuft nun an den Rändern herunter und wird -ebenfalls mit der Palette- zügig auf den Seiten des Kuchens verstrichen. 

Nachdem nun alles mit Schokolade bedeckt ist, wurden oben drauf die Smarties in die flüssige Schokolade eingelegt. Alles muss nun nur noch fest werden und ist dann fertig zum Vernaschen!


Ich bin gespannt, wie es ankommt!



Dienstag, 3. Februar 2015

Tutorial: Dahlie/ Dahlia - Teil 2 (Coloration)

Und? Hat alles geklappt und ist die Blüten nun ganz trocken? Super!
Dann gehts heute weiter mit dem Finish: die Blüte kann nun coloriert werden. 
So sieht übrigens jetzt mein Rohzustand aus:


Um der Blüte etwas mehr Leben einzuhauchen verwende ich sowohl Grün-, als auch Pink-Schattierungen.

Ich habe folgende Farbtöne für die innere Grüntönung verwendet, die ich in einen kleinen Behälter zunächst gemischt und dann aufgetragen habe:
Sunflower (gelb), Vine (helles grün) und Holly Ivy (dunkel grün).

Je nachdem, wie man nun das Mischungsverhältnis wählt, wird das Zentrum satter (wenig gelb, viel dunkelgrün) oder frischer (mehr gelb und nur wenig dunkelgrün).


Ich habe nun den inneren Bereich und minimal auch die Ränder der Blütenblatter mit meiner eher helleren Farbmischung leicht abgepudert. Dabei ist auf den Blütenblatträndern nur ein Hauch grün sichtbar. Auch im Zentrum habe ich es eher dezent gehalten- wir haben schließlich eine geschlossene Dahlie vor uns!


Für die tatsächliche Dahlienfarbe kamen nun die Rosatöne Fuchsia und Pink zum Einsatz.


Die beiden Pudertöne habe ich diesmal auf einem Taschentuch gemischt. Auf diese Weise ist es leichter, den Pinsel vor dem Auftragen etwas auszustreichen, um nicht zu viel Puder daran haften zu haben.
Die gesamte Blüte wird nun etwas großzügiger abgepudert. Mit dem Pinsel bin ich dabei auch immer etwas in die gerollten Blütenblätter hinein gegangen, damit nicht wieder nur die Ränder gefärbt werden.


Wer es pastellig mag pudert nur sachte ab, wer es lieber knallig mag ist etwas mutiger. Dahlien gibt es in unzählig vielen Farbtönen, also gibt es kein richtig oder falsch!
Aber es gilt: nachpudern ist einfach, zu viel Puder wieder abnehmen nahezu unmöglich!
Meine Dahlie ist nun fertig und sieht jetzt so aus:


Durch die verschiedenen Farbtöne wird nun die Blättstruktur richtig sichtbar und die Blüte erhält so die gewünschte Tiefe.

Die Farben können nun noch fixiert werden, in dem man die Blume einen kurzen Moment über Wasserdampf hält. Allerdings nicht zu lange!! Die Blüte bekommt dadurch auch eine etwas glänzendere Optik!
Wer es lieber matt mag, lässt diesen Schritt einfach weg.

Durch die Fixierung auf dem (lebensmittelechten!) Zahnstocher kann die Dahlie nun auch ganz einfach in einer Torte fixiert werden. Oder man bastelt sich in kleines Gesteck.

Viel Spass beim nachmachen! 


Montag, 2. Februar 2015

Tutorial: Dahlie/ Dahlia - Teil 1




Endlich kommt nun das versprochene Tutorial für eine weitere Zuckerblume. Diese Dahlien habe ich vor einiger Zeit schon mal ausprobiert und ich finde sie einfach toll. Sie sehen recht kompliziert aus, aber wenn man weis, wie es geht ist es -wie so oft- eigentlich ganz simpel.
Man benötigt nicht mal besondere Ausstecher, sondern kann sie mit den i.d.R. vorhandenen Standardausstechern einfach und recht fix herstellen. 

Nun aber los...

Man braucht: 

a) Blütenpaste (ich verwende am liebsten weiße Paste und färbe sie entweder vor der Verarbeitung mit Gelfarbe ein oder -wie in diesem Fall- pudere sie hinterher farbig ab) 

und ausserdem

b) das folgende Werkzeug: 


Ausrollstab 
Lebensmittelkleber
Zahnstocher
2 kleine Rosenblattausstecher
Veining Tool zum Strukturieren der Blütenblätter (oder auch Zahnstocher)
Veinig Tool zum Formen der Blütenblätter
Flower Pad
Farbpuder
Stempel für Blütenknospen (oder ein Stück Gemüsenetz)
Gerberaausstecher mittlere oder große Größe
Trockenschale



1.) Zunächst wird etwas Blütenpaste (ca. 5-6g) zu einer Kugel geformt, mit dem Blütenknospenstempel an der Oberseite strukturiert und mit etwas Lebensmittelkleber auf einem Zahnstocher fixiert. Die Basis für die Dahlie muss nun eine Nacht trocknen/ aushärten.



2.) Blütenpaste dünn ausrollen und mit dem Gerberaausstecher 2x ausstechen.
  
Hier kann man selbst entscheiden, wie das Blütenzentrum aussehen soll: mit dem mittleren Ausstecher bleibt ein Teil des Blütenstempels sichtbar (letztes Bild dieses Arbeitsschrittes rechts), mit dem großen Ausstecher wird der Stempel vollständig abgedeckt (letztes Bild dieses Arbeitsschrittes links). 
  
Die einzelnen Blätter mit dem Veining Tool ausformen (mit leichten Druck von aussen nach innen ziehen) so dass sich die Blätter nach innen kräuseln. 





Die erste Form mittig auf den Zahnstocher stecken und mit etwas Lebensmittelkleber mittig auf die Kugel kleben. Dabei zunächst jedes zweite Blütenblatt bündig ankleben...


...und anschließend die übrigen Blätter über die jeweilige Blattlücke anbringen. 
Die zweite Form darüber anbringen und alles erneut einige Zeit antrocknen lassen.



3) Mit dem kleinsten Rosenblatt-Ausstecher sehr viele Blätter ausstechen und unter einer Klarsichtfolie aufbewahren. Somit trocknen die übrigen Blätter während der Verarbeitung nicht aus.


Jedes Blatt mit dem Veining-Tool strukturieren und an der runden Seite trichterförmig zusammenrollen... 





5) ...und rund um die Blütenknospe ankleben. Es sollten am Ende etwa 2 Reihen Blütenblätter des kleinsten Ausstechers die Knospe umrahmen.



6) Mit dem größeren Ausstecher weitere zahlreiche Blätter ausstechen, strukturieren, an der runden Seite zusammenrollen und ebenso in einer zweiten Reihe rundum aufkleben. 

Je nachdem, welche Knospenmitte man gewählt hat (die geschlossene ist natürlich etwas dicker als die geöffnete Variante) und wie eng man die Blätter zusammenrollt, desto mehr benötigt man, um einmal um die bisherige Blüte herumzureichen.


Wenn der größere Blütenring angebracht wurde, die Blüte nun -am besten über Nacht- in der Trockenschale austrocknen lassen.


7) Nun zwei weitere große Gerberaformen ausstechen und die einzelnen Blätter mit den Veining Tool strukturieren und ausdünnen.


8) Die strukturierten Blütenblattteller bilden nun den Abschluss der Blüte. Sie werden mit Lebensmittelkleber in gleicher Weise wie zu Anfang über die Knospe geschoben und dort fixiert.


Die Dahlie nun erneut in der Trockenschale aushärten lassen. Ich lasse sie in dieser Form ein paar Stunden anhärten und stecke sie danach zum endgültigen austrocknen ohne Form auf das Styropor. Dadurch öffnen sich die unteren Blätter noch einmal minimal, aber wegen der bereits verflogenen Feuchtigkeit nicht zu sehr.


Im nächsten Teil zeige ich euch dann, wie ich diese Dahlien mit Puderfarbe coloriere!