Dienstag, 24. Februar 2015

"Fly Away Torte"



Hui! Heute hat das liebe Cousinchen Geburtstag! Und bis gestern war sie noch auf einen Kurztrip hier im Münsterland! Geburtstage sind ja generell eine gute Gelegenheit für neue Torten und wenn das Cousinchen dann dran ist,  kann man ruhig ein wenig klotzen statt zu kleckern!

Also wurde die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und etwas ganz besonderes gezaubert. Das Tolle daran: sie konnte nun einmal "von der Pieke auf" miterleben, wie eine Torte entsteht. Na, wenn das mal nicht unter die Kategorie "gut genutzte Zeit" fällt. Und einen kleinen Blumenkurs gabs noch obendrauf. Die Dahlien hat sie selbst gemacht und ich finde, sie sind ausserordentlich gut gelungen!
 
Und - wie sollte es anders sein - eine kleine Besonderheit gabs dann doch: die Torte musste mit nach München-im Flugzeug! Ein kurzer Anruf bei der Flugsicherung erbrachte dann auch die befürchtete Antwort: Torten dürfen nicht ins Handgepäck!
Was also tun? Antwort: Eine einigermaßen kompakte Torte zaubern, die sich gut verpacken lässt und dann sicher im Koffer mitgenommen werden kann. 'Heijeijei' werden da einige sagen 'ob das mal gut geht?'. Unsere Antwort dazu: ja, das geht! 

Aber nun erstmal von vorne:
Wir haben uns für einen Eierlikörkuchen mit Schokoladenganache entschieden. Die Füllungsganache ist nur sehr dünn aufgetragen, damit der Kuchen nicht noch höher wird (und damit auch schlechter zu verpacken).
Aussenrum ist eine Fondantdecke, die relativ flach und damit recht "sicher" ist. Für die Statistik: die Torte war ca.10cm hoch und hatte einen Druchmesser von 18cm.
Die großen Blumen sind allesamt auf Zahnstocher geformt, so daß man sie schnell auf- und wieder abstecken kann. Quasi zum selber zusammenbauen! ;-)
Soweit so gut. 
 
Nun musste aber alles noch reisefertig gemacht werden. Und weil ich denke, das könnte vielleicht den einen oder anderen Interessieren - so kam die Torte per Flugzeug nach München: 

Kleine Torte auf großer Reise
 
Die Blumen werden zum Transport auf einen Steckschwamm gesteckt, denn so können sie nicht hin und her rutschen. Dieser wurde dann in einen mit Schaumstoff und Seidenpapier ausgestopften kleinen, stabilen Karton vorsichtig verpackt, der dann im Handgepäck transportiert werden kann. 

Die Torte wird ganz ähnlich verpackt. Wichtig hierbei ist ebenfalls: nichts darf sich mehr rühren! Die Torte selbst wurde auf eine stabile Cake Card gesetzt, damit man sie hinterher wieder leicht aus der Kiste heben kann und damit sie von unten gegen Zerdrücken geschützt ist. Dann erhielt die Torte eine Manschette aus Backpapier und eine weitere Manschette, sowie einen Deckel aus Schaumstoff.


Die nun noch verbliebenen Lücken müssen jetzt nur  noch ausgestopft werden - mit Küchenpapier, Seidenpapier oder eben auch mit Schaumstoff.
 


Der Karton wird zugeklebt und auch ein erster beherzter Schütteltest ergibt, daß nichts mehr hin und her rutscht. Der Karton verschwindet zwischen den Klamotten im Koffer und ist somit doppelt geschützt.
Und zu Hause angekommen muss nur noch alles wieder ausgepackt und die Blumen wieder auf die Torte gesteckt werden! Alles ganz easy! Klaro- wussten wir natürlich vorher schon! ;-)

...und jetzt würde ich mich sogar trauen, eine Torte per Post zu verschicken. Ohne Blumen allerdings...

Und so lebte die Torte glücklich bis an ihr nahendes Ende! Dann bleibt uns eigentlich nur noch zu sagen:

Happy Birthday, liebes Cousinche! Ich hoffe, Dir schmeckt unser Törtchen!

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