Samstag, 25. April 2015

Tutorial: Caketopper Teddy


Vor Kurzen hatte ich euch ja meine "Hello Baby!" Torte vorgestellt mit dem kleinen Teddy aus Modellierfondant oben drauf. Da Figurentutorials immer sehr beliebt sind, habe ich euch heute nochmal ein Tutorial dazu zusammengestellt.
Damit es etwas einfacher nachzumachen ist, habe ich die wesentlichen Fondantmengen abgewogen, bzw. versucht, entprechend anschauliche Vergleiche zu finden.

Man braucht:
Modellierfondant in braun (ca. 120g)
Modellierfondant in hellgelb oder beige (erbsengroß)
Rollfondant zum Überziehen der Cakecard
Modellierfondant inn verschiedenen Farben für die Bälle
Zuckerkleber
Cakecard, d=15cm
kleines Balltool
Schneiderrädchen
Skalpell
1 trockene Spaghetti
etwas schwarze oder braune Gelfarbe
Zahnstocher

Zunächst wird der Körper und der Kopf geformt. Für den Körper ein ca. 60g großes Stück zu einer Birne formen. Für den Kopf wird ein ca. 25g großes Stück zu einer etwas langgezogenen Kugel geformt.

In die Birne werden nun 2 Spaghettistücke gesteckt. Die Spaghettistücke dürfen nicht länger herausschauen, als der Kopf hoch ist.

Nun den Kopf aufstecken. Dazu vorher die herausschauenden Spaghetti mit etwas Zuckerkleber bepinseln.

Für die Füsse werden nun insgesamt ca. 10g Modellierfondant geteilt. Beide Stücke zunächst zu einem Zylinder (also wie einen Marshmallow) formen und dann mit dem Finger flach drücken.

Die Füsse mit Lebensmittelkleber an den Körper kleben. Dabei zeigt die mit dem Fingern eingedrückte Seite zum Körper.
Für die Arme etwa 12g Modellierfondant abwiegen und teilen. Jeweils zwei lang gezogene Tropfen formen.
Die Tropfen seitlich auf den Körper kleben. Bei mir liegen sie auf den Füssen auf, aber es sieht sicher auch niedlich aus, wenn sie seitlich zum Boden runterhängen (wie bei einem etwas "ausgeleierten" Teddybär).
Mit dem Schneiderrädchen und einem Skalpell können nun "Nähte" aufgebracht werden. Hierbei auch die Rückseite nicht vergessen!


Aus dem hellgelben oder beigen Modellierfondant ein etwa erbsengroßes Stück abteilen, zur Kugel formen, diese zum Oval ziehen und mit Zuckerkleber auf den Kopf aufkleben.
Nocheinmal die gleiche Menge vom braunen Fondant abnehmen, teilen und zwei weitere kleine Kügelchen formen. Mit dem kleinen Balltool eindrücken. An einer Seite etwas begradigen (ich schiebe immer das Skalpell vorsichtig dagegen).
Dann beide Ohren auf den Kopf kleben.
Mit schwarzer oder brauner Gelfarbe zwei kleine Augen und die Nase aufmalen. Ich verwende dazu immer einen Zahnstocher anstelle eines Pinsels, weil man damit präziser diese kleinen Elemente zeichnen kann.
Den Teddy nun auf eine mit Rollfondant überzogene Cakecard setzen, bzw. mit Zuckerkleber festkleben.
Für die Beschriftung habe ich meine Keksstempel herausgekramt, die schon seit Ewigkeiten ohne Daseinsberechtigung in einer Schublade herum vegetieren. Schön, dass das Geld nicht völlig zum Fenster rausgeschmissen war! ;-)

Zum Schluss noch einige Bälle in verschiedenen größen Formen und rund um den Teddy aufkleben. Fertig ist ein weiterer Kindertorten-Cake-Topper!

Mittwoch, 22. April 2015

Hello Baby

Meine liebe Freundin hat gerade ihr drittes Kind zur Welt gebracht. Ein kleiner Junge. Und das muss nun gebührend mit einem Antrittsbesuch meinerseits gefeiert werden.

Wie das bei "frischen" Müttern so ist, ist der Akku erstmal leer, der Schlafmangel dafür reichlich vorhanden und gerade im Stillfall braucht man ja viel Energie. Gut, Zucker ist jetzt nicht die optimale Versorgung, aber er hilft trotzdem ab und zu.


Also hatte ich mir vorgenommen, ihr, dem kleinen Jonathan und dem Rest der Familie ein kleines "Hello Baby"-Törtchen zu zaubern und mitzubringen.
Oben drauf sitzt ein kleiner Teddybär den ich aus Modellierfondant geformt habe und drumherum darf eine Wimpelkette nicht fehlen. Die ist bei mir ja fast schon Tradition für Kindertorten.
Innen ist sie eher unspektakulär: ein einfacher, aber sehr fluffiger und leckerer Schokolandenkuchen, ummantelt mit einer Ganache aus feinster belgischer Zartbitterschokolade sollte auch den "großen" Geschwisterkindern schmecken. Ausserdem hält er sich auf diese Weise etwas länger und lässt sich auch gut und problemlos die 120km transportieren. Und Schokolade ist ja auch gut für die Seele. Da wird die Mama sicher bald wieder nur so strotzen vor Energie! 

Donnerstag, 16. April 2015

Buch des Monats: Alan Dunn "Basics für Zuckerblumen"

Auch wenn ich in der letzten Zeit etwas nachlässig in Sachen Zuckerblumen-Üben war, möchte ich euch heute ein ganz besonderes Buch auf diesem Gebiet vorstellen: Alan Dunns " Basics für Zuckerblumen", das seit noch nicht allzu langer Zeit endlich auch in deutsch zu haben ist.


Alan Dunn ist mit seiner über 26 Jahre langen Erfahrung im Bereich der Zuckerblumen und Tortendekoration eine Koryphäe auf diesem Gebiet. Er hat unzählige englischsprachige Bücher veröffentlich, die es Interessierten ermöglichen, sich an dieser wunderbaren Kunst zu versuchen. Dabei sind seine Anleitungen so präzise, schlüssig und detailliert, dass selbst Laien schon tolle Blumen zaubern können. In seinen Anleitungen zeigt sich deutlich, wie sehr ihm die Zuckerblumen am Herzen liegen.

"Basics für Zuckerblumen" ist in drei Teile unterteilt. Im ersten Teil geht A. Dunn auf die Grundlagen ein: neben den verschiedenen verwendeten Materialien wird auch sehr anschaulich erklärt, welche Werkzeuge für welche Arbeitsschritte hilfreich sind. Hierbei sei erwähnt, dass er sich nicht ausschließlich an Fachwerkzeugen bedient, sondern auch einige "Werkzeuge" und Hilfsmittel vorschlägt, die in fast jedem Haushalt zu finden sind. Das spart Bestellzeit und Geld!

Es folgt das Hauptkapitel, in dem die Herstellung, Colorierung und das Arragnement von insgesamt 25 verschiedene absolut realistisch aussehenden Blumen vorgestellt wird. Wie bereits erwähnt, sind diese Anleitungen leicht verständlich und es wird jeder Zwischenschritt nicht nur textlich, sondern auch mit Bildern einleuchtend und nachvollziehbar beschrieben.

Im letzten Teil des Buches findet sich eine Sammlung von Vorlagen für die Blütengestaltung wieder. Man kann sich auf diese Weise die Schablonen selbst herstellen und benötigt nicht einmal die einzelnen Ausstecher, auch wenn diese die Arbeit natürlich etwas beschleunigen und erleichtern, weil sie einfacher anzuwenden sind.

Mein Fazit:
Für Zuckerblumenfreunde ist dieses Buch ein Standardwerk und damit ein absolutes MUSS. Schon allein deshalb, weil es einfachbisher nur so wenig deutschsprachiges auf dem Markt gibt. Die Liebe zum Detail spürt man förmlich beim Lesen und es motiviert, sich geich selbst einmal an der Produktion einer Zuckerblume zu versuchen. Alle Grundlagen (wie auch z.B. ein Rezept für Blütenpaste) sind in diesem Buch enthalten. Alles ist gut erklärt. 
Lediglich über die Optik der Blumenarragnements lässt sich sicher streiten. Das hat aber weniger mit der Umsetzung, als aus meiner Sicht eher mit der Auswahl der Blumen zu tun und ist daher absolute Geschmackssache.

Freitag, 10. April 2015

DIY: Ideenboard (Ribbonboard)


"Oh Gott, jetzt bastelt sie auch noch!" wird nun der Eine oder Andere denken. Aber ich kann euch beruhigen: Backen, Zuckerblumen und Torten sind und bleiben mein Kernthema. Dieser Beitrag (und in Zukunft vielleicht ab und zu ein weiterer) wurden eher aus der Not heraus geboren:

Ich bin immer auf der Suche nach Inspiration für neue Backprojekte oder nach interessanten Rezepten, die ich dann gerne ausprobiere, nachbacke und verkoste. Wenn das Rezept gut ist, oder das Projekt entsprechend gelungen ist und ansprechend aussieht, wird es hier im Blog veröffentlicht.

Üblicherweise treibe ich mich bei meinen Recherchen auf meinem liebsten Online-Spielzeug Pinterest herum, wo ich fast täglich herumstöbere auf der Suche nach neuen Ideen. Pinterest ist eine digitale Pinnwand, die nahezu grenzenlos groß ist. 

Aber auch im wahren Leben findet man hier und da mal ein Bild, einen Stoff, einen Rezeptschnipsel oder eine hübsche Karte, die einen inspiriert. Und so ist es nur logisch, wenn man neben der digitalen Pinnwand auch eine "richtige" Pinnwand an der Wand hat, auf der man dann seine "Inspirationsfetzen" sammeln kann. 

Natürlich hatte ich immer sehr genaue Vorstellungen davon, wie MEIN Ideenboard auszusehen hat und natürlich habe ich nirgends so eines bekommen.
Also blieb leider nur eins: Jule "backt" sich heute mal ein Ideenboard! 
Und damit ist eine neue Rubrik eröffnet, die zwar nicht regelmässig mit allerlei Nützlichem gefüttert wird, aber zumindest gelegentlich: die DIY -"Do it Yourself"-Ecke!



DIY: Ideenboard/ Ribbonboard

Man braucht:

1 Brett in der gewünschten Größe (z.B. 40x50cm)
 1 Schaumstoff in der Größe des Brettes
min. 6m Schleifenband, Samtband, Schrägband oder ähnliches Hübsches
2 Ösenhaken
Hefter
gute Schere
Stecknadeln
(ggfs. Sprühflasche mit Wasser)
(ggfs. kleine Schauben oder Polsternägel)


1) Schaumstoff auf das Brett legen und rundherum festheften. Mein Schaumstoff war mit einer Dicke von 1cm ziemlich wuchtig. Ich habe ihn ziemlich preiswert in einem Renovierungsmarkt erstanden. Besser und auch einfacher zu verarbeiten ist aber ein dünnerer Schaumstoff, also mit einer Dicke von ca. 0,5cm.


2) Den Stoff -etwas größer zugeschnitten, damit man ihn bequem auf der Rückseite befestigen kann- leicht mit der Sprühflasche anfeuchten und über den Schaumstoff legen. Man kann das Anfeuchten auch weglassen, ich bilde mir jedoch ein, dass man ihn so besser spannen kann.
Ratsam ist es auch, einen etwas robusteren Stoff zu wählen, damit man hinterher auch Nadeln einpinnen kann, ohne den Stoff gleich zu ruinieren.

Man beginnt damit eine Seite festzuheften, dann folgt die gegenüberliegende Seite. Hierbei wird der Stoff mit der einen Hand jeweils straff gezogen und mit der anderen Hand geheftet. Am einfachsten geht es, wenn die Brettrückseite oben liegt und die "Heftseite" oben liegt.

3) An den Kanten muss man dann ein bissl fummeln, damit der Stoff hier möglichst parallel zur Kante aufgezogen wird. Ich habe hier einmal einen Zwischenknick geheftet:



Und dann den Stoff gerade  darüber gezogen:

Alles gut festheften und fertig ist die Ecke! (Klingt komplizierter, als es ist.)
Nun wieder die ganze Kante festheften und dann wieder die gegenüberliegende Seite auf die gleiche Weise.



4) Dann werden die Bänder im individuell gewünschten Abstand aufgelegt und zugeschnitten. Hier kann jeder selbst entscheinden, ob es einem besser gefällt mit engen Abständen oder mit breiten zu arbeiten. Wenn der Stoff gemustert ist, ist es natürlich einfacher, immer die gleichen Abstände einzuhalten. ;-) 
Die abgeschnittenen Bänder mit den Stecknadeln fixieren.

Zusätzlich darauf achten, dass die Bänder abwechselnd überkreuzen. Dadurch hat man hinterher mehr halt beim "Hinterklemmen".


5) Vorsichtig das Board umdrehen und die Bänder unter Spannung festheften.


Fast fertig!

6) Nun kann man das Board noch absteppen. Da mein Schaumstoff sehr dick war, musste ich Schrauben nehmen- Polsternägel hielten leider nicht. Wenn ihr dünneres Schaumstoff nehmt, könnt ihr dann also in jeden Kreuzungspunkt einen Nagel hauen. Oder eben eine Schraube eindrehen. 


Man muss aber nicht unbedingt steppen, ich habe es bei einem zweiten Board (siehe Titelbild) ohne diese zusätzliche Befestigung gemacht und meine Fundstücke halten trotzdem.


7)  Zum Schluß noch oben die beiden Ösenhaken eindrehen und fertig ist das Ideenboard!


Kostenpunkt für diese beiden Boards (je 50x40cm) zusammen lag übrigens bei knapp 25€, wobei der Stoff mit ca. 10€ noch das Teuerste daran war.

Montag, 6. April 2015

Oster-Give-Away (Stempelkekse)


Der Frühling lässt sich nicht mehr aufhalten und Ostern ist ja immer so eine Art Wendepunkt in Sachen Wetter. Danach gehts eigentlich immer sehr schnell aufwärts und es grünt und spriesst nur so im Garten, das macht mich richtig euphorisch!


Natürlich rückt Ostern auch immer die Familie an. Und wie so oft habe ich auch diesmal für jeden eine Kleinigkeit vorbereitet: kleine Geschenke findet ja schließlich jeder toll.

In diesem Jahr hatte ich eigentlich große Pläne: ich wollte dekorative Kekse in Ei-Form backen und diese dann mit Royal Icing verzieren. Aber dann hat mir ein ziemlich fieser Infekt ordentlich dazwischen gegrätscht. An ein langes in der Küche stehen war da nicht mehr zu denken. Ich lasse mich aber so ungern von meinen Vorhaben abbringen. Also musste ich spontan umdisponieren und eine kleine Alternative finden, die schnell gemacht war. Die Lösung: Hasenkekse! Und nichts passt da besser als meine kleinen Nijntje Ausstecher.  



Generell wollte ich schon länger solche Stempelkekse machen, habe aber bisher noch keine Idee gehabt, welches Keksrezept denn da am Besten zu verwenden ist. Leider funktioniert das nämlich nicht mit jedem Teig: viele gehen einfach zu sehr auf bzw. beim Backen aus der Form. Dann verläuft alles und die ganze Stempelei war umsonst. 
Aber die Lösung ist ganz leicht: Mürbeteig!
Schnell gemacht. Schmeckt. Perfekt! Und hier gehts zum Rezept:

Mit dem Zucker kann man variieren-je nachdem, wie süß es werden soll. Ich habe mich da an das Rezept von Miss Blueberrymuffin gehalten (das Original gibt es auch hier ).
 

Mürbeteig (Stempelkekse)

125g Butter 
125g Zucker (oder weniger)
1 Ei
250g Mehl
etwas gemahlene Vanille

Butter und Zucker vermixen, dann das Ei und die Vanille unterrühren. Zum Schluss kurz das Mehl zugeben. Zunächst noch kurz mit der Küchenmaschine, dass mit der Hand weiterkneten. Den Teig min. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, dann etwas dicker ausrollen und ausstechen. Der Teig sollte dabei gut gekühlt sein, damit der Stempel nicht anklebt. Ggfs. kann man den Stempel etwas mehlen oder aber den Teig wieder für eine Weile in den Kühlschrank legen. Die Kekse bei 170°C ca. 13 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. 
Achtung: jeder Ofen backt anders: darauf achtgeben, dass sie nicht zu dunkel werden.



Jeweils 3 Hasen wurden in ein kleines "Nest" -in diesem Fall mit etwas Ostergras ausgelegte Muffinförmchen, die man ja mittleweisle fast überalls bekommt- gelegt. Nun nur noch einen Klarsichtbeutel drumherum und fertig ist das Oster-Give-Away.



Um es noch etwas netter zu präsentieren (und natürlich auch wegen der besseren Logistik) wurden sie alle in meine weisse Etagiere drappiert und warten nun auf ihre Abholung! Sieht doch schick aus, oder?

Ich wünsche euch alles frohe Ostern und ein paar entspannte Tage!