Sonntag, 31. Mai 2015

Der Himmel auf Erden! (Cake & Bake 2015 in Dortmund)






An diesem Wochenende schlug mein kleines Tortenherz eindeutig einen Takt schneller, denn zum ersten Mal in den Dortmunder Westfalenhallen die Cake&Bake statt. Eine große Fachmesse zum Thema Torten und allem, was irgendwie dazu gehört.

Und wenn eine solche Messe sich schon einmal in der Nähe angekündigt hat, ist es ja eine Selbstverständlichkeit für mich, endlich auch einmal eine solche Fachmesse zu besuchen. 
Im Vorfeld wurden natürlich in regelmässigen Abständen eingehenst die Hallenpläne und Ausstellerlisten studiert, sowie eine umfangreiche Einkaufsliste für Werkzeug, Farben, Material und Ideen geschrieben, die -natürlich- laufend geprüft, ergänzt oder geändert wurde. Ich war aufgeregt, wie ein kleines Kind vor Weihnachten.
Und dann war es endlich soweit: der große Tag war endlich da!

Shopping, shopping, shopping 
 
Zunächst wollten wir unsere Besorgungen machen und deshalb stürzten wir uns erstmal ins Gewühl. In der obligatorischen Ausstellerhalle wurde erstmal geshoppt, was das Zeug hält. Ich konnte meine Liste komplett abarbeiten und es war mal eine tolle Erfahrung, sich viele Dinge auch mal "live" anzusehen und in die Hand zu nehmen. Denn leider stellt ja auf diesem Gebiet das Onlineshopping bisher noch die Einkaufsmöglichkeit dar.
Insgesamt hat dieser Programmpunkt fast den ganzen Messetag gekostet, denn es war zunächst so voll, dass man nur sehr langsam voran kam.


Zwischendurch waren auch immer mal wieder die eine oder andere Schautorte oder Fondantfiguren zu sehen, wie etwa diese geniale Dame hier von Mary Torte:

 Oder diese geniale Charleston-Torte:
Auch bin ich nun auf den Geschmack der "Chalkboard"-Torten (also "Kreidetafel") gekommen. Diese Technik will ich demnächst auch mal ausprobieren. Hier einige Beispiele:

Und natürlich gabs auch einige Vertreter aus einer meiner Lieblingstechniken: Fondantmalerei. Wie gefällt euch dieses Beispiel, kombiniert mit naturgeträuen Zuckerblumen hier? Toll, oder?


Workshops und Demos 
 
Auch bei dieser Messe gab es die Möglichkeit, 45-minütige Demonstrationen und/oder mehrstündige Workshops mit (zum Teil internationalen) Hochkarätern der Szene zu belegen. Die meisten von Ihnen hatten auch eigene Stände, an denen man sie -wenn sie nicht gerade eine Workshop oder eine Demonstration gaben oder auf der Hauptbühne eine Live-Show absolvierten- persönlich antreffen konnten.
Internationale Berühmtheiten wie Peggy Porschen, Tal Tsafrir, Carlos Lischetti, Faye Cahill, Mary Torte, Claire Bowman, Dawn Butler und Stevie Auble waren vertreten. Hinzu kamen nationale Vertreter der Tortenszene wie die Tortentante Monika Matzat,Valentina Terzieva oder Sylvie Zenz, um nur einige Namen zu nennen.
Kurzum: eine tolle Gelegenheit, auch etwas Neues zu lernen!

Auch wenn ich gerne einen Workshop besucht hätte (das mache ich vielleicht dann im nächsten Jahr), habe ich mir zumindets die Zeit genommen, an einer Demonstration teilzunehmen. Da ich ein großer Fan von ihr und ihren fantastsichem Hochzeitstortenstil bin, habe ich mich für die Demo "All about Metallics" , also die Verarbeitungsmöglichkeiten mit Metallicfarben und -blättern von Faye Cahill entschieden.

Faye Cahill lebt und arbeitet in Australien und ist auf Hochzeitstorten spezialisiert. Ihre "Handschrift" ist dabei undverkennbar: ein schlicht-eleganter-edler Stil, häufig in Verbindung mit Metallic-Elementen. Sie gibt weltweit Kurse und Workshops und ich hoffe, irgendwann einmal einen davon besuchen zu können.

Die ganze Demonstration wurde sehr gut gedolmetscht und F. Cahill hat alles 
ganz wunderbar und anschaulich vorgeführt und erklärt, wie welches Material aufgetragen oder verarbeitet wird, was es zu beachten gibt und wie man am besten vorgeht. Am Ende hat die Demo dann fast 1 Stunde gedauert und ich hatte den Eindruck, sie hätte auch noch weitermachen können. Faye Cahill hat man dabei als eine ausgesprochen sympathische Person kennengelernt, die ihr Handwerk nicht nur beherrscht, sondern offensichtlich auch liebt. 
Ich hoffe alles richtig verstanden zu haben werde demnächst sicher das eine oder andere mal ausprobieren, denn Metalliceffekte auf Torten finde ich sehr ansprechend.
Für mich hat sich diese Demo jedenfalls voll und ganz gelohnt und ich bin froh, daran teilgenommen zu haben. Leider hab ich vor lauter Begeisterung völlig vergessen euch ein paar Fotos zu machen....


Wovon ich euch aber ein paar Bilder zeigen kann, ist eine meiner neuen Errungenschaften des Messebesuchs: ein Buch des berühmten Sugarartists Carlos Lischetti!
  
Ein Highlight! 
 
Der Argentinier C. Lischetti ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Figurenmodellierung und gibt weltweit Kurse zu diesem Thema u.a. an der berühmten Squires Kitchen's International School.
 
Seine beiden Bücher "Animation in sugar" und "Animation in sugar-Take 2" sind gemeinhin bekannt und ich hatte mir den Kauf eines solchen Buches extra für diesen Anlass aufgehoben.
Nicht nur, weil man vor Ort gut in den Büchern blättern kann, sondern auch, weil ich die Möglichkeit haben wollte, dass er mir dieses Buch dann auch gleich signieren könnte. 
Und genau das hat er dann auch netterweise getan: er hat mir eine persönliche Widmung geschrieben und ich war stolz wie Bolle!
Wir konnten noch ein paar kurze Worte wechseln, bevor er sich an die nächste Modellierung machte und ich bin ganz begeistert davon, wie freundlich und nett er ist. Ein richtiger "Star zum Anfassen" war das. Und seine Figuren sind natürlich auch ganz toll. Ihr solltet sie euch bei Gelegenheit mal auf seinem Blog ansehen!


Der Tortenwettbewerb
 
In einer angrenzenden Halle fand im Rahmen der Messe auch der große Tortenwettbewerb für die Kategorien "Hochzeitstorten", "Dekorierte Festtorte", "Dekoratives Element", "Geschnitzte 3D-Torte zum Thema Phantasiewelten", "Zuckerblumen", "Dekorierte Kekse" und sogar eine "Kinderkategorie" statt. 

Kurz vor Feierabend hatten wir dann noch die Gelegenheit, uns die Exponate noch anzuschauen. 
Unglaublich, was die Teilnehmer alles geschaffen haben. Ich ziehe meine Hut davor! Einige der faszinierensten Torten konnte ich mit meinem Handy ablichten. Zu diesem Zeitpunkt waren die Torten noch nicht prämiert, daher kann ich euch nicht genau sagen, welche nun in welcher Kategorie gewonnen hat. Aber ich will euch dennoch meine persönlichen Favoriten zeigen:



Aber auch der schönste Tag muss einmal zu Ende gehen und etwa 1 Stunde vor Schließung der Messe, hatten wir dann auch mal genug und haben erschöpft, aber glücklich unsere schweren Tüten aus der Halle geschleppt.

Mein Fazit:
Ein anstregender aber großartiger Tag!  Ich kann es jedem Tortenfan nur wärmstens ans Herz legen, einmal eine solche Fachmesse zu besuchen. Nirgends hat man so vieles zu diesem Thema auf einem Fleck. 
Zudem ist es eine tolle Gelegenheit, eine Demonstration oder sogar einen Workshop bei einem (internationalen) Spezialisten zu besuchen. 
Ich hoffe, dass diese Messe nun regelmässig in Dortmund stattfinden wird. Im nächsten Jahr dann vielleich in einer etwas größeren Halle.

Sonntag, 24. Mai 2015

Kinderleichte "Donalds" (Donuts)


Das Zwergenkind hat in dieser Woche etwas Neues für sich entdeckt: Mini-"Donalds". Das gemeine Volk nennt sie auch Mini-Dontus.


Da ich grundsätzlich Krapfen in jeglicher Form recht gerne mag, habe ich ich also nun mal an Donuts gewagt. Dazu habe ich keinen dieser ständig überall angebotenen Donutmaker verwendet, sondern die herkömmliche "In-Fett-Ausback"-Methode gewählt. 
1. weil ich ein solches Gerät gar nicht besitze und 2. finde ich, dass es sonst auch keine richtigen Donuts sind.

Überraschender Weise sind Donuts eigentlich gar nicht so kompliziert, wie ich es zunächst gedacht habe. Eigentlich sind sie sogar kinderleicht: es wird ein einfacher Hefeteig gemacht, der in die klassiche Form gebracht in Fett ausgebacken wird. Fertig!
Ihr findet, das hört sich nach Aufwand an? Ich möchte euch heute zeigen, dass es nicht so ist. Ich habe mir dazu Verstärkung vom 3jährigen Zwergenkind geholt, die -mit Ausnahme der heissen-Fett-Geschichte- tatkräftig mit angepackt hat.

Und das braucht ihr: 

Donuts

375g Mehl
1 Pck. Trockenhefe
50g Zucker 
1Prise Salz
2 Eigelb
150ml lauwarme Milch
60g geschmolzene abgekühlte Butter

Fett zum Ausbacken

1.) Das Mehl sieben und mit der Trockenhefe vermischen.
2.) Die übrigen Zutaten zum Mehl geben und mit deinem Knethaken zunächst auf niedriger Stufe kurz verrühren, dann ca. 5 Minuten auf höchster Stufe weiterkneten.
3.) Den Teig nun ruhen und gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist. Das dauerte bei uns so ca. 1 Stunde oder -in Kinderzeitrechnung: 1mal Kartoffelstempeln!
 
 














4.) Nachdem der Teig gut aufgegangen ist, auf einer Arbeitsplatte nochmal von Hand ganz kurz durchkneten und ca. 1cm dick ausrollen.
5.) Mit einem Kreisausstecher nach Wahl zunächst große Kreise ausstechen.
6.) Dann mit einem kleinen Ausstecher das Zentrum ausstechen.
7.) Die ausgestochenen Ringe und die Zentren auf ein Backpapier zur Seite legen. Und erneut deutlich aufgehen lassen.


8.) In der Zwischenzeit das Fett erhitzen. Ich habe mit im Discounter eine 2l Flasche Frittieröl zugelegt, die ich in eine hohe große Pfanne gegossen habe. Nach dem Frittiervorgang, wenn das Öl wieder erkaltet ist, kann man es durch einen Filter wieder in die Flasche zurück füllen und wieder verwenden.

9.) Die Ringe und die Zentren von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Die Donuts gehen im Fett nochmal etwas weiter auf.


10.) Den Donuts den Feinschliff verpassen. Das Zwergenkind favorisiert die Zucker-Zimt-Variante, wobei der Zimtzucker auf die noch warmen Donuts vertreut wird. Dann haftet er besser:
Und natürlich die Schokoladenvariante (=geschmolzene Kuvertüre).
11.) Ok, noch ein paar Smarties drauf, dann sind sie perfekt!

Und? War doch wirklich kinderleicht, oder?
Die Zentren, die übrigens auch "Timbits" genannt werden, sind auch mit Zimtzucker versetzt worden und stellen nun nette kleine Happen dar. Man kann sie gut in kleine Schraubgläser füllen und verschenken. Naja. Oder selbst essen! Zum Espresso zum Beispiel. ;-)

Dienstag, 19. Mai 2015

DIY: Coole Cookiebox


Kennt ihr das? Ihr habt eine nette Kleinigkeit und sucht noch eine hübsche Verpackung, um euer Geschenk würdig zu überreichen? Ich liebe kleine Boxen und Schachteln, um gebackene Kleinigkeiten zu verschenken. Da sieht gleich alles viel edler aus.


Leider sind diese Schachteln immer sehr teuer bei meist mäßigem Aussehen. Das finde ich sehr schade, zumal es solche Verpackungen in der Regel nicht an jeder Ecke zu kaufen gibt und ich ja gerne alles zu Hause habe, um auch mal ein Spontan-Mitbringel basteln zu können.

Vor kurzen habe ich diese simplen Keksschachteln bei unseren amerikanischen DIY-Freunden von makinglemonadeblog.com entdeckt, die aus einfachen runden Papptellern ganz schnell und einfach gebastelt sind. Hier haben wir also wieder einen klaren Fall für die DIY-Ecke!


DIY: Coole Cookiebox
Man braucht:

1 Pappteller
Schere
Tacker
Schnick-Schnack zum Verzieren (Bändchen, Schleifen, Stempel, Motivstanzen,...)

1) Ein handelüblicher Pappteller wird an zwei gegenüberliegenden Ecken bis zur Flachen Stelle 2x parallel mit einer Schere eingeschnitten (rote Linien).


2) Nun werden die Kanten vorgefaltet: einmal rechtwinklig über die gesamte Länge zu den eingeschnittenen Markierungen und einmal längs von Einschnitt zu Einschnitt (siehe blau gestrichelte Markierungen).


3) Ihr ahnt es: nun alles hochfalten und die Seiten mit dem Tacker fest heften:

4) Die Box aufhübschen: ich habe ein Sichtfenster eingestanzt und einen Stempel ergänzt. 


Drumherun gabs zur Feier des Tages noch ein hübsches Bändchen und dann gehts auch schon ans Befüllen. Gut macht sich hier auch immer etwas farbiges Seidenpapier!



Übrigens: man kann die Box auch oben schliessen und ganz zuheften....Gut für Macarons!
Ich habe mir bereits weitere hübsch bedruckte Teller zugelegt-dann ist das Inneneben schon gestaltet. Oder man faltet es so, dass die bedruckte Seite nach aussen zeigt. Ungeahnte Möglichkeiten tun sich damit auf! Einfach herrlich!

Hier wurden große (normale) Pappteller verwendet. Die Box ist damit recht geräumig und es passen gut und gerne 5-6 große Cookies oder Macarons hinein. Wenn man nur wenig Backwerk verschenken möchte, machen sich kleine Pappteller bestimmt besser. Die sind allerdings nicht so leicht zu bekommen. Deshalb lohnt es sich, die Augen offen zu halten. Häufig findet man solche Sachen ja immer genau dann, wenn man eigentlich gar nicht danach sucht...
Viel Spaß beim Nachmachen!

Montag, 11. Mai 2015

Rosa Torte mit Metallic-Effekt




Endlich war wieder Zeit, eine Geburtstagstorte zu zaubern. Für die liebe Schwiegermutter zum 75.ten darfs ruhig klassisch elegant sein. Daher gabs diese zartrosa Torte mit einem kleinen Rosen-Hortensienbouquet. 

Anstelle eines klassichen Bandes um die Tortenbasis habe ich diesmal meine neue essbare Metallicfarbe Gold von Squires Kitchen getestet. Metallic liegt derzeit voll im Trend und ich finde, es ist mal etwas anderes.

Die Farbe wird unverdünnt mit einem Pinsel einfach aufgemalt. Ich habe zunächst eine Schicht aufgetragen, die ich nach oben hin etwas verwischt habe. Da die Farbe zunächst nicht vollständig deckt, ist diese Technik leicht umzusetzen. Um am Fuß der Torte den Goldeffekt deutlich zu machen, wurde dann im unteren Bereich eine weitere Schicht Gold aufgetragen, nachdem die erste Schicht getrocknet war.
Für die Rosen habe ich erstmals meinen neuen Ausstecher verwendet, der es einem ermöglicht, ganz simpel und schnell wunderbar natürliche Teerosen zu zaubern. 
Dazu kommt demnächst mal eine kleine Anleitung. 

Und zu Rosen passen meiner Meinung nach immer Hortensien ganz toll. Daher habe ich nach langer "JEM-Abstinenz" mit meinem JEM-Ausstechern einige klassische Weisse gezaubert. 

In einem sehr pastelligen Grün noch einige Blätter dazu, die zusätzlich eine kleine Goldlasur erhielten. Auf diese Weise fügt sich das Bouquet farblich passend in das Gesamt-Konzept ein.

Gefüllt ist die Torte übrigens mit einer Kombination aus frischen Erdbeeren und einer Sahne-Frischkäsecreme, die ich zusätzlich mit etwas Erdbeergelee aromatisiert habe. Zusammen mit den zu dieser Zeit schon sehr süßen Erdbeeren ergibt das ganze eine frische, nicht zu süsse Füllung. Diese harmoniert nun ganz hervorragend mit dem fluffigen Eierlikörbisquitböden.

Sahne-Frischkäsecreme (Erdbeer)

2 Becher Sahne
200g Frischkäse
3EL Erdbeergelee (oder mit einer anderen Geschmacksrichtung)
1-2 Beute Sofortgelatine

Sahne cremig rühren, dann den Frischkäse einrühren und alles gut aufschlagen, bis es eine feste Konsistenz hat.
Gelee im Topf erwärmen, bis er sich verflüssigt, Sofortgelatine mit einem Schneebesen gut unterrühren. Diese Masse dann unter die Frischkäsesahne rühren, bis sich alles gut und gleichmässig verbunden hat. Dann kann die Torte gefüllt werden. Die Masse wird sehr fest, wenn sie gut durchgekühlt ist.


Ich hoffe, euch gefällt meine neueste Kreation!