Montag, 8. Juni 2015

Moderne Hochzeitstorte


Die Hochzeit vom Cousinchen wurde ganz spontan beschlossen und wird nur im kleinsten, engsten Familienkreis stattfinden. Eine Torte war ursprünglich gar nicht wirklich geplant, aber eine Hochzeit ohne Hochzeitstorte ist keine richtige Hochzeit und deshalb habe ich mich -ebenfalls kurzfristig- dazu entschlossen, eine kleines aber feines Törtchen zu zaubern.
Naja, soooo klein ist sie dann doch nicht geworden...immerhin ca.30cm+Herz hoch.
 
Ich finde, eine Hochzeitstorte muss mindestens 2stöckig sein. Aber was macht man, wenn die Gesellschaft nur ca. 12 Personen umfassen wird? Richtig! Man verkleinert erstmal die Durchmesser!
Ich habe mich für eine Kombination 15cm auf 20cm entschieden. Das ist zwar immer noch ziemlich reichlich Kuchen für 12 Leute, aber man kann den Rest ja dann an die gratulierenden Freunde "verfüttern". Oder etwas einfrieren. Oder auch noch einige Tage später essen, denn ich habe extra einen haltbaren Kuchen gewählt.

Für den oberen Kuchen habe ich einen super-saftigen Zitronenkuchen gebacken (den mag der Bräutigam am liebsten), der mit Lemoncurd und einer ganz dünnen Schicht Zitronenbuttercreme gefüllt wurde. Ummantelt wurde auch mit der Zitronenbuttercreme. Der Kuchen hat eine Gesamthöhe von ca. 10cm.

Der untere Kuchen ist der Lieblingskuchen der Braut: Schokoladenkuchen. Gefüllt mit einer ebenfalls ganz dünnen Schicht Schokoladenbuttercreme und ummantelt mit Zartbitterschokoladenganache. Da dieser Kuchen nur ca. 7cm hoch war, musste ich mir etwas einfallen lassen, um die Gesamttorte auf ein harmonisches Größenverhältnis zu bringen. Deshalb habe ich mir einen 10cm hohen Styropordummy mit gleichem Durchmesser genommen und ihn unter den Schokoladenkuchen gestellt.
In den (schlechten Handy-Bildern) sieht man den Kuchenaufbau auf dem Kopf, weil ich zum Ummanteln die "Upside-Down-Methode" angewendet habe, mit der man recht einfach diese geraden Kanten hinbekommt. Diesen Trick verrate ich euch demnächst mal ausführlicher!
 Dann wurde der gesamte Aufbau mit der Ganache überzogen.

Der große und der kleine Kuchen wurden einzeln mit Fondant überzogen und schließlich aufeinander gestapelt.
Die fertige Torte konnte anschließend dekoriert werden. 
Ich habe mich für ein zeitgemäß modernes Design entschieden (das passt einfach am besten zum unkonventionellen Brautpaar). 
Ich hatte vor einiger Zeit mal im Internet eine sehr ähnliche Torte gefunden, die ich so toll fand, das ich unbedingt mal meiner Version davon machen wollte. 

Die Figuren sind direkt auf den Fondant aufgemalt. Sie erinnern an die Figuren meiner Lieblingsillustratorin Silke Leffler, sind aber weniger detailreich und stark vereinfacht.
Für die 3-dimensional anmutende Treppe wurde eine zusätzlich in Form geschnittene Schicht Fondant aufgeklebt. Um den Effekt besser herauszuarbeiten wurden die Treppenkanten mit Lebensmittelfarbe bemalt. 
Die Rüschen und die Herzen bestehen aus roten Rollfondant, der aufgeklebt ist.

Auf der obenen Etage ist das Brautpaar zu sehen - inkl. dem Kleid, das die Braut tragen wird. Ich hatte mir von der Cake & Bake einen Labelausstecher mitgebracht und war froh, den gleich einweihen zu können. Auf diese Weise konnte ich das Label bequem auf dem Tisch liegend malen und musste es nach Trocknung nur noch aufkleben. 


Bereits einige Tage zuvor hatte ich schon das 3-dimensionale Herz aus Blütenpaste geformt und auf einen gekürzten Schaschlikspiess aufgespiesst. Es hat ca. 4 Tage zum Trocknen gebraucht und wird einfach auf die obere Torte mittig aufgesteckt.
Das ist sie: die meine erste Hochzeitstorte in diesem Jahr!

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