Montag, 28. September 2015

Happy 2nd Birthday!

 
Kinder, wie die Zeit rennt...Heute wird schon der zweite Geburtstag vom Zwerg gefeiert. Es stehen Autos, Züge und sonstiges Fahrbare hoch im Kurs und weils jede Menge Brio-Bahn-Elemente gibt, ist der Kuchen heute dazu passend im Auto-Design mit einem Hauch "Brio-Bahn"-Optik versehen.

Es ist ein recht verbreitetes Motiv für den 2. Geburtstag eines kleinen Jungen, aber ich finde es schlicht, elegant und einfach sehr passend für den Zwerg.

Drinnen ist der Magische Schokoladenkuchen, denn auch Schokolade wird heiss und innig geliebt! Woher hat er das bloss...?! ;-)


Die Autos und der Bus sind alle aus Rollfondant mit Hilfe einer Schablone gemacht. Nur die Wolken und den Rasen habe ich -ganz freestyle- so ausgeschnitten, wie es mir gerade in den Sinn kam.

 

Freitag, 18. September 2015

Rezension: Linda Lomelino "Lomelinos Backen"

Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Fundstück auf dem aktuellen Büchermarkt vorstellen:

Lomelinos Backen

von Linda Lomelino, welches erstmals 2014 in Schweden erschienen. Die deutsche Ausgabe ist im AT-Verlag seit Anfang September 2015 erhältlich.

Zur Person:
Linda Lomelino lebt in Schweden und ist Autorin des Blogs "Call me Cupcake" (www.call-me-cupcake.blogspot.de). Ihr erstes Tortenkunstwerk liegt nunmehr 6 Jahre zurück und seitdem hat sie wirklich eine imposante Karriere hingelegt. Die bloggt nicht nur sehr erfolgreich, sondern kreiert auch tolle Rezepte für Backwaren aller Art sowie für Eis. Zudem ist sie Autorin von mittlerweile 3 erfolgreichen Büchern und dazu noch eine begnadete Fotografin.

Nach "Torten" und "Lomelinos Eis" hat sie mit "Lomelinos Backen" nun für mich ein absolutes Highlight herausgegeben, dass auf dem mittlerweile sehr gut bestückten Torten- und Backbüchermarkt Seinesgleichen sucht.

Das Besondere an diesem Buch -und das ist es auch, was mich daran so begeistert- ist, dass es sich hier nicht um ein reines Torten oder Rezeptbuch handelt. Der Fokus liegt vielmehr auf den drei liebsten Backbloggerbereichen: Backen, Stylen und Fotografieren.

Der Inhalt:
Gut, das Thema Backen kennen wir ja schon einigermassen und wissen auch recht schnell, was uns dort erwartet: durchweg großartige Rezepte zu verschiedenen Themen. Das sind Torten, Tartes, Macarons, Kuchen und anderes, sowie ein extra Kapitel über das ansprechende Dekorieren des Backwerks. Wie auch schon im Buch "Torte" führen einen die Rezepte gleich in Versuchung alles Nachzubacken und schon während des Lesens überlegt man, wann sich eine Gelegenheit bieten könnte. Soweit so gut, kennen wir alles schon aus anderen Tortenbüchern.

Die anderen Schwerpunkte sind neu: 
In einem separaten Kapitel übers Styling und Fotografieren erklärt L. Lomelino ausführlich und sehr anschaulich, wie das fertige Backwerk ansprechend in Szene gestellt werden kann. Sie gibt Dekorationstips, Vorschläge zur Farbauswahl und zu passenden Accessoires und zeigt tolle Arrangements. Daneben bekommt man Hinweise, wo und wie man die entsprechenden Accessoires herbekommt, bzw. selbst herstellen kann. 

Zusätzlich geht sie auf den Bereich der Foodfotografie ein. Mit einfachen Worten erklärt sie kurz die technischen Details der Kamera, die es zu kennen gilt und gibt Hinweise darauf, welche Einstellungen (sowohl die Kameraeinstellungen, als auch die verschiedenen Blickwinkel je nach Objekt) sie selbst verwendet. Sie gibt einen Einblick, wie und vor allem: wo sie selbst ihre Zuckerkunstwerke ablichtet und beweist damit einmal mehr, dass es -mithilfe dieser kleinen Kniffe- alles kein Hexenwerk ist.
Mit einer thematisch passenden Linksammlung am Ende des Kapitel bekommt dann auch der letzte Stylist-in-spre neue Inspirationen. 

Mein Fazit:
Der Back-Teil ist ansprechend, interessant und vollgepackt mit tollen Rezepten. Alles wird ansprechend, übersichtlich und anschaulich präsentiert und befriedigt sowohl den Geschmack, als auch das Auge.
Für mich als Bloggerin ist allerdings das letzte Kapitel ein wirklicher Segen und demnach besonders hervorzuheben, auch, weil ich schon länger nach so einem Leitfaden gesucht habe. 
Ich bin eben nicht der Typ, der sich stundenlang hinsetzt und erstmal sämtliche Handbücher studiert, bevor das erste Mal der Kameraauslöser gedrückt wird. Vielmehr muss es sich für mich "echt" anfühlen. Ich probiere lieber lange und viel aus, versuche eher per "learning-by-doing" ein mehr oder weniger gutes Bild zu zaubern. Mir ist dabei durchaus bewusst, dass bei meinen Bildern noch sehr, sehr viel Luft nach oben ist. 

Mit dem nun vorliegenden Leitfaden, der idealereise auch noch haargenau auf meine Bloggerbedürfnisse zugeschnitten sind, bin ich nun mehr als glücklich und möchte dieses Buch allen Hobbybäckern und Backbloggern allerwärmstens ans Herz legen. Ich muss sagen, dass mich dieses Buch mit großem Abstand am meisten begeistert hat! Und ich hoffe, für mich (und euch ;-) ) euch mit dieser Unterstützung auch bald ansprechendere Bilder präsentieren zu können.

Montag, 14. September 2015

Miau!

Puuuh! Im Moment reiht sich eine Familienfeier an die andere. Irgendwie haben derzeit alle Geburtstag. 
Am vergangenen Wochenende wurde der von meiner Schwägerin gefeiert. Sie hatte schon vor einiger Zeit angemeldet, dass sie sich eine Torte von mir wünscht und bei sowas kann ich ja bekanntlich nicht nein sagen ;-)
Sie besitzt eine schwarze Katze, die einen weissen "Bart" unterhalb der Schnauze hat und die sie sehr liebt. Deshalb gabs eine thematisch passende Torte mit einem Topper mit schwarzen Katzen, die einen weissen "Bart" haben!

Die Torte hat noch eine Besonderheit: sie hat keinen Fondantüberzug. 

Ich dachte, diesmal probiere ich mich mal an einer glatten Oberfläche. Die Torte ist mit einer Mocca-Swiss-Meringue-Creme gefüllt und ummantelt. Und so konnte ich mich an gespritzten Buttercremedetails versuchen und ich finde, sind sind gar nicht sooo schlecht gelungen, obwohl das sicher auch noch hübscher geht. Da muss ich wohl noch ein wenig üben.
Innen befindet sich übrigens ein sehr saftiger Macadamia-Mandel-Kuchen.

Für den Topper habe ich zunächst aus Modellierfondant zwei 3D-Katzen geformt. Das war eigentlich gar nicht so schwierig, wie ich zunächst angenommen hatte. Aus einem länglichen Klumpen Fondant entstand so nach und nach die Katze.

Da Katzen ja bekanntlich sehr oft sehr neugierig sind, sollten diese hier die Geburststagstorte neugierig "untersuchen".
Die Katzen sind aus massivem Modellierfondant in einem Stück geformt und mit weisser Lebensmittelfarbe bemalt. Auf detailliert Gesichter habe ich bewusst verzichtet. Einerseits würde man das bei der Farbe eh kaum erkennen können und andererseits finde ich sie so viel passender.
Auf den Rändern habe ich zwei weitere Katzen aus Rollfondant angebracht. Dafür habe ich mit aus dem Internet Katzenbilder herausgesucht, diese dann einfach als Schablone ausgedruckt und auf den Fondant gelegt. Mit einem scharfen Messer ausgeschnitten und die Ränder etwas nahgearbeitet. 
Die ausgeschnittenen Katzen wurden ca. 1 Tag getrocknet und dann mit einem Klecks Buttercreme auf die Torte aufgebracht.


Und so sah sie dann im Gesamten aus:

Samstag, 5. September 2015

Magischer Schokoladenkuchen

Zu meiner Geburtstagsparty am Freitag wollte ich etwas vorbereiten, was nicht allzu aufwändig, dafür aber neu und besonders lecker ist.

Ich erwähnte ja bestimmt schon einmal, dass Schokolade für mich das Allergrößte ist. Also habe ich mich auf die Suche nach dem ultimativen Schokoladenkuchen gemacht und -was soll ich sagen- auch gefunden. Auch meine Gäste waren ziemlich begeistert, so dass am Ende der "Kaffeevisite" nur noch ein trauriges Viertel-Stück übrig geblieben ist. 
Diesen Erfolg hatte ich nicht erwartet, denn Schokoladenkuchen ist zwar generell sehr beliebt, aber dieser hier im speziellen auch mächtig und dass dann trotzdem so reingehauen wurde, spricht wirklich für sich. Er ist so samtig-saftig-zart in der Konsistenz und zerfließt nur so auf der Zunge, bevor er einem mit seiner Schokoladen-Geschmacksexplosion in den 7ten Himmel katapultiert. Eben einfach...magisch!
So, nun aber genug geschwärmt, ich will euch das Rezept verraten, damit auch ihr dieses schokoladige Highlight geniessen könnt. 

Das Rezept kommt aus Amerika und beinhaltet deshalb die Mengenangaben in der Einheit "Cup". Ich verwende sehr gerne meine "Cup"-Maßbecher, weil damit die Zutaten sehr viel schneller und unkomplizierter abgemessen sind, als alles mit der Waage abzuwiegen.

Für diejenigen, die die Cup-Maßbecher/-Löffel nicht haben oder verwenden möchten: 1 Cup entspricht 236ml

Man braucht:

3 Cups Mehl
2 1/2 Cups Zucker
1EL+1TL Backpulver
1/2 TL Salz
1 Cup (Back-)Kakao

1 1/3 Cup Öl
1 1/2 Cup Buttermilch
3 Eier (Größe L)
1 1/2 Cups Espresso
1 TL Vanilla Extract

Für die Ganache:
 1 Cup Sahne
500g Zartbitterschokolade (möglichst gute Qualität und keine Kuvertüre!), gehackt
ca. 2-3 EL sehr weiche Butter

Mehl, Zucker, Backpulver, Salz und Kakao bei niedriger Stufe verrühren. Nach und nach das Öl, Buttermilch und einzeln die Eier unterrühren, dann langsam den abgekühlten Espresso und zum Schluß den Vanilla Extract unterrühren.

Die Teigmenge teilen und die erste Portion in einer 18cm-Backform im vorgeheizten Ofen bei 175 °C für ca. 50-55 Min. backen. Stäbchenprobe machen. Währenddessen muss die 2. Portion warten. Kann in den Kühlschrank gestellt werden, muss aber nicht unbedingt. 
Bevor die zweite Portion gebacken wird, den 1. Kuchen unbedingt erst in der Form auskühlen lassen. Dann aus der Form holen und die 2. Portion ebenso backen und auskühlen lassen.

Für die Ganache die Sahne in einem kleinen Topf erhitzen, bis sie anfängt zu simmern. Von der Herdplatte nehmen und die Schokolade zugeben. Kurz warten, dann in normalem Tempo (liebevoll) so lange umrühren, bis die Schokolade geschmolzen ist und sich mit der Sahne zu einer cremigen Konsistenz verbunden hat. Dann die Butter einrühren und die Masse so lange abkühlen lassen, bis sie eine nutellaartige Konsistenz erreicht hat.
Durch die Zugabe von Butter wird die Ganache auch im Kühlschrank nicht so fest und lässt sich auch hinterher noch gut schneiden, ohne zu brechen.

Die beiden Kuchen ggfs. begradigen (d.h. die mittleren "Hubbel" abschneiden). Den ersten Kuchen mit etwas Ganache bestreichen, dann den zweiten Kuchen aufsetzen und leicht andrücken. Nun mit der restliche Ganache in gewünschter Dicke den Kuchen ummanteln. Fertig! 

Dienstag, 1. September 2015

Doppelrezension: Carlos Lischetti "Animation in Sugar" + "Animation in Sugar -Take 2"

Heute möchte ich euch mal wieder etwas (fast) neues aus meinem Bücherregal vorstellen.

"Animation in Sugar"
 und
"Animation in Sugar - Take 2"

von Carlos Lischetti!

Da ich mir beide Bände recht kurz hintereinander zugelegt habe und ich von beiden gleichermassen begeistert bin, gibts heute eine Doppelrezension.
Und das nicht nur deshalb, weil mir C. Lischetti den ersten Band handsigniert hat...!

Bei "Animation in Sugar" und "Animation in Sugar - Take 2" handelt es sich um Bücher über die Modellierung von Tortenfiguren aus Fondant und deren perfekte Arrangements für sehr viele Anlässe. 

Über den Autor/ die Autoren 
Das Buch ist eine Zusammenarbeit der beiden überaus talentierten Zwillingsbrüder Carlos und Elio Lischetti. Elio ist dabei sowohl für die Illustrationen als auch für die Fotografie der fertiggestellten Figuren verantwortlich, während Carlos den Figuren das dreidimensionale (Zucker-)Leben einhaucht. 

Elio arbeitete zunächst als Animator für verschiedene Filmstudios u.a. Dreamworks und Disney, was sich in vielen Figuren auch wiedererkennen lässt. Vermutlich hat sich durch diesen Hintergrund auch der unverwechselbare Stil der Beiden entwickelt. Heute arbeitet er mit seinem Bruder zusammen und entwirft die wunderbaren Charakteren.

Carlos ist schon seit nunmehr 25 Jahren im Zuckergeschäft tätig. Er ist Autodidakt und gibt heute weltweit Kurse in der Zuckerfigurenmodellierung u.a. an der rennomierten Squires Kitchen's International School in Farnham, Surrey, England.  

Über das Buch 
Da ich mir beide Bände recht kurz hintereinander zugelegt habe und ich von beiden gleichermassen begeistert bin, gibts heute eine Doppelrezension.
Und das nicht nur deshalb, weil mir C. Lischetti den ersten Band handsigniert hat...!

Beide Bücher sind identisch aufgebaut, was ich sehr hilfreich finde, denn der zweite Band "Take 2" stellt eine Fortsetzung des ersten Bandes dar. Dennoch können auch beide Bücher auch als Einzelwerke genutzt werden.

Zu Beginn beider Bücher stellt C. Lischetti die verschiedenen zur Modellierung benötigten Werkzeuge, sowie die Grundlagen und Rezepte für Motivtorten vor. Die Themen werden zwar kurz, knapp und knackig aber dennoch informativ beschrieben, bevor ein paar Grundlagen des Modellierens, die richtigen Proportionen, verschiedene Colorationstechniken und -besonders praktisch- einige Tipps zur Verpackung und zum richtigen Transport der Figuren dargestellt werden.

Nach diesen Grundlagen gehts auch schon los mit der ersten Figur des ersten Bandes: einer Ballerina. Schritt-für-Schritt wird -unterstützt mit vielen Bildern- beschrieben, wie die Einzelteile der Figur modelliert werden und die sie schließlich zusammengesetzt werden. Dabei ist die Modellierung durch die tolle Beschreibung einfacher, als man annehmen möchte.
Zum Schluss einer jeden Figur wird kurz noch eine kleine thematisch passende Ergänzung zum Kuchen vorgestellt. Das sind z.B. Cakepops, Minitörtchen oder Cookies, die zur Figur passend gestaltet wurden. Tolle Ideen für einen Sweet Table!

Insgesamt werden im ersten Band 14 verschiedene Projekte und im zweiten Band 16 weitere Projekte präsentiert. In jedem Buch ist auch ein Brautpaar enthalten, das als ansehnliche Alternative zu diversen fertigen Plastikbrautpaaren punkten kann.

Meine Lieblingsfiguren aus Band 1 sind neben dem Brautpaar die Mäuse, eine Oma mit ihren Enkeln, der Weihnachtsmann und eine Diva "Moulin Rouge".

In Band 2 begeistern mich u.a. der Koch (den ich bereits hier nachgeformt habe), die Hausfrau in ihrer Küche, die Geishas und der Zauberer.

Im Anhang sind alle Schablonen und Vorlagen für die Herstellung der Figuren enthalten. Die einzelnen Anleitungen sind genau auf diese Schablonen ausgelegt. Und da in den Anleitungen für so gut jedes Bauteil sogar eine genaue Mengenangabe angegeben ist, ist ein Nachmachen wirklich gut umsetzbar.


Mein Fazit: 

Zwei wirklich tolle Bücher, die nicht nur zum Anschauen Spass machen. Die Figuren werden so detailliert erklärt, das auch ein Nachmachen einfach wird. Sie sind durchgehend geschmackvoll und wunderschön gestaltet, so dass man sich gar nicht sattsehen kann. Beide Bücher sind meine absolute Empfehlung für die Modellierung von Tortenfiguren aus Fondant! 
Ich bin ein bekennender großer Fan der talentierten Lischetti-Brüder und ihrer wunderbaren Arbeit!