Sonntag, 29. November 2015

1. Advent: Mandelmännchen


So, nu isses wieder soweit: der erste Advent ist da! Das ging ja mal wieder schnell und kommt wie immer sehr überraschend. 
Für den Advent habe ich für euch eine kleine "Mandel-Reihe" zusammengestellt. Das heißt: jeden Adventssonntag in 2015 gibt es ein anderes, einfaches und schnell gezaubertes Rezept mit Mandeln.

Heute im Programm: Mandelmännchen, oder auch: Bethmännchen.
 
Damit ihr nun locker flockig in Advents- bzw. Weihnachtsstimmung kommt empfehle ich -bevor wir beginnen- den Song "Holly Jolly Christmas" von Michael Bublé. Der hebt die Stimmung und die Motivation!
Und dann gehts auch schon an die Schüssel!

Mandelmännchen

Man braucht:

200g Marzipan
1 Ei
70g gesiebter Puderzucker
100g gemahlene Mandeln
40g Mehl
30g ganze Mandeln (geschält oder ungeschält)

Und so fix gehts:

Das Marzipan kleinschneiden und mit den anderen Zutaten verkneten. Weil bald Weihnachten ist und man ja in der Adventszeit generell vieles per Hand macht, habe ich zu Feier des Tages auch alles per Hand verknetet. Weniger klebrig wirds natürlich mit dem Knethaken der Küchenmaschine.

Den Teig anschließend in Folie einwickeln und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Währenddessen können nun die Mandeln gehäutet werden, falls ihr ganze, geschälte besorgt habt. Das geht so:

Die Mandeln werden mit kochendem Wasser übergossen und einige Minuten so stehen gelassen. 
Anschließend mit kaltem Wasser abschrecken und schon lässt sich die Haut gut lösen.
Man kann nun einige Mandeln zwischen den Händen reiben, dann löst sich die Haut, 
oder man drückt die Mandel zwischen Daumen und Zeigefinger aus der Hülle oder man knibbelt die Haut vorsichtig selbst ab
 oder -diese Variante fand ich am besten- es ist auch ein toller Knibbel-Job für eine 4jährige!

Nun ca. 30-35 etwa Walnussgrosse Kugeln rollen. Jeweils eine geschälte, ganze Mandel aufdrücken...
und alles im vorgeheizten Ofen bei 150 °C für etwa 20 Minuten backen.

Tadaaa: fertig sind die Mandelmännchen!


Freitag, 27. November 2015

DIY: Schneegestöber im Glas


Wer wie ich in einem älteren Haus lebt, findet hier uns dort mal irgendwelches altes Zeug z.B im Keller, Abstellräumen, Dachböden oder Schränken, in die man schon lange nicht mehr reingesehen hat. Bei einem Gang in den Keller habe ich kürzlich einen ganzen Schwung alte Einmachgläser mit Glasdeckel gefunden. Dabei fiel mir diese DIY-Idee wieder ein, die ich irgendwo mal aufgegabelt habe: Schneegestöber im Glas!

Diese Idee hat den großen Vorteil, dass man nicht viel dazu braucht und es sogar zum größten Teil schon alles in irgendwelchen Kisten oder Schränken rumliegen hat.

Man bracht dazu nämlich einfach:
einige Dekoartikel wie Figuren, Tiere, Zapfen, Nüsse oder Eicheln, Einmachgläser oder ausgediente Windlichter, Kunstschnee (gibts im Bastelladen oder im Gartencenter bei der Weihnachtsdekoration) einige Schleifenbänder und kleine Kugeln oder sonstige Anhänger.
Nachdem man dann eine kleine Schicht von dem Kunstschnee (ca. 1cm) ins Glas gekippt hat, werden die Figuren der Wahl in netter Anordnung hineingestellt. 
Wenn die Figuren nicht so recht stehenbleiben wollen, hilft ihnen ein Fuß aus etwas handelsüblicher Knete etwas auf die Sprünge:
Wenn alles steht, der Schnee aber unschöne Spuren hat, kann dieser begradigt werden, indem man leicht von oben ins Glas pustet.

Zum Schluß noch eine hübsche Schleife mit den kleinen Kugeln ums Glas gebunden...
...und fertig ist eine flott hergestellte Weihnachtsdekoration. Macht sich gut auf Fensterbänken oder auf der Festtafel!
Hier noch zwei weitere Varianten als Anregungen:



Freitag, 20. November 2015

DIY: Schneezapfen

Heute gehts weiter mit der Weihnachtsdeko! 
Für meine Fensterbank brauchte ich -neben den Metallic-Eicheln- noch weiteres "Füllmaterial", damit die Deko auch schön weihnachtlich-üppig wirkt. Dazu habe ich ganz schnell, einfach und vor allem kostengünstig diese "verschneiten" Tannenzapfen gebastelt. Das ist so leicht, dass es sogar einer 4jährigen zu banal erschien....

Man benötigt dazu: 
lediglich einige Tannenzapfen (Kiefernzapfen eignen sich besonders gut) und etwas weisse Farbe. Ich habe dazu Rest von weisser Wandfarbe genommen, die ich noch im Keller rumstehen hatte. Nützlich sind zudem auch Einweghandschuhe und ein einfacher Pappteller.

Und so gehts:
Die Kiefernzapfen müssen zunächst getrocknet werden. Dadurch öffnen sich -falls (durch meist kältere Witterung) noch nicht geschehen- die Schuppen und der Zapfen bekommt so seine klassiche Form. 
Ich habe die Zapfen dazu auf einem Tablett verteilt, welches ich dann einfach 1-2 Tage auf die Heizung gestellt habe. Schon nach einem Tag sind die Zapfen deutlich geöffnet und damit bereits fertig zur weiteren Vearbeitung.

Dann wird einfach etwas von der weissen Farbe auf den Pappteller gegeben und die geöffneten Zapfen einmal auf der Seite liegend durchgerollt. Die Farbe bleibt an den äußeren Rändern der Schuppen hängen.
Anschließend die Zapfen auf einem Plastiktablett oder etwas Küchenkrepp gut trocknen lassen
...und fertig sind die Schneezapfen.

Ich habe nun für meine Fensterbankdeko ganz einfache Watte aus dem Drogeriemarkt als Grundlage genommen. Die ist glücklicherweise bereits in Form einer Bahn (übrigens ca. 3m) in der Verpackung.

Diese habe ich entlang der Fensterbank verlegt und eine Lichterkette darauf drappiert. Ideal macht sich natürlich eine, die eine Zweig-Optik hat. Mit etwas Glitter in unauffälligen "Schnee-" Farben wird der Schneeteppich akzentuiert.
Die Lücken wurden dann üppig mit meinen Mettalic-Eicheln und den Schneezapfen befüllt und schon ist eine fast 3 Meter lange Fensterbankdeko fertig.
Natürlich eignet sich diese Deko auch ganz hervorragend als besondere Tischdeko und Eyecatcher auf einer langen Weihnachtstafel.

Sonntag, 15. November 2015

DIY: Metallic-Eicheln


So, ihr Lieben: St Martin liegt nun hinter uns und wir gehen mit großen Schritten der Adventszeit, Weihnachten und dem Jahresabschluß entgegen. 
Gerade in der Adventszeit ist ja die Back-Hochsaison und ich könnte jetzt versuchen, euch die abgedrehtesten und allerneuesten Kreativbomben der Keksbäckerei schmackhaft zu machen. Die Betonung liegt aber auf könnte, denn ich habe dies nicht vor. Im Gegenteil. 

Ich persönlich bin sehr für ganz klassische Weihnachten zu haben und mags traditionell und unaufgeregt. Gerade diese Kontinuität dieser klassischen Weihnachtsfeste bringt mich immer erst so richtig in Weihnachtsstimmung und und sorgt für die nötige Entschleunigung am Jahresende.

Damit es beim Fest auch so richtig schön heimelig wird, bedarf es natürlich einiger Vorbereitung dekorativer Art. Deshalb möchte ich euch in den nächsten Tagen/ Wochen einige meiner besten DIY-Deko-Fundstücke bzw. Ideen aus dem Netz vorstellen. 

Den Anfang machen diese schicken, fix gemachten Metallic-Eicheln, die ihr schon im Titel bewundern könnt.

Alles, was man dafür braucht sind:

Eicheln
Metalliclack (Baumarkt oder Bastelladen), Farbe: Antik Gold
Klebstoff

Man kann sicherlich jede Sorte ansehnlicher Eicheln nehmen, allerdings bin ich zu dem Schluß gekommen, dass die eher runden, dicken Früchte der Roteiche am schönsten sind. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich darauf gekommen bin, denn ich hatte zunächst mit tatkräftiger Unterstützung der Zwergenkinder die üblichen "länglichen" Eicheln gesammelt. 


Dann aber gab mir meine liebe Oma den entscheidenen Tip, wo ich ca. 3-5 solcher Roteichen finden würde und versuchte dort erneut mein Glück. 
Gott sein Dank gibt es in diesem Jahr sehr viele Eicheln, so dass ich zwar ein bisschen unter den Blätterhaufen verschiedener Eichen suchen musste (ich konnte den Stamm nicht von dem anderer Eichenarten unterscheiden), was mir einige sehr verwunderter Blicke anderes Spaziergänger eingebracht hat. Schließlich bin ich aber doch noch fündig geworden.
Die Eicheln müssen nicht mehr zwangsweise ihre "Hütchen" auf haben, es reicht eine hübsche Anzahl von einzelnen Früchten und Hütchen zu sammeln. 

Die habe ich dann zunächst mal mit Wasser gesäubert und eine Nacht trocknen gelassen.

Dann werden (nur) die Eicheln einfach mit der Spitze nach oben aufgestellt, gleichmässig von allen Seiten mit dem Metalliclack besprüht und sehr gut trocknen gelassen. Da ich mehrere Schichten aufgetragen hatte, habe ich dies zur Sicherheit auch über Nacht gemacht. Die Hütchen dürfen dabei nur zugucken...
Nun spielen wir noch ein bisschen Kuppel-Show und suchen "für jeden Topf den passenden Deckel", also für jede Eichel das passende Hütchen. Diesen kleben wir nun nur noch mit etwas Klebstoff auf und fertig ist die (Vor-)weihnachtliche Streudeko!
Mir gefällts-sieht richtig edel aus, oder?
Wer sich nun auf in den Wald macht, findet vielleicht noch ein paar Eicheln, ich selbst habe sie auch erst vor 2 Tagen gesammelt...

Mittwoch, 4. November 2015

Salted Caramel Tarte

 
In Amerika schon lange ein Renner erfreut es sich auch in unserem Breitengraden immer größerer Beliebtheit: die Rede ist von Salted Caramel.

Rezepte für Kuchen, Torten oder Cupcakes in dieser Geschmacksrichtung gibt es reichlich und da eine geeignete Auswahl zu treffen fällt wirklich schwer.
Ich persönlich mag zwar Karamel, würde mich jetzt aber dafür nicht unbedingt erschießen lassen. Mein Mann hingegen kann in Sachen Karamel nur sehr schwer nein sagen und so musste anlässlich seines Geburtstages dann auch etwas in dieser Richtung auf den Tisch.

Die Kombination "Salziges Caramel" war uns beiden absolut unbekannt und klang sogar für mich spannend- bin ich doch ein bekennender Salzstangen-mit-Schokoladen-Esser.
Nun war sie also da, die Gelegenheit und ich habe mich dann für dieses wunderbare Salted Caramel Tarte-Rezept entschieden. Die Tatsache, dass auch eine Schicht Schokolade in dieser Tarte zu finden ist kommentiere ich an dieser Stelle nur mit einem kleinen, unauffälligen Augenzwinkern. ;-)

Übrigens ist diese Tarte zwar äusserst mächtig, dafür aber auch verdammt lecker. Und aus diesem Grund möchte ich euch auch das Rezept nicht vorenthalten.
Die Zubereitung ist nicht ganz so trivial wie bei meinen anderen Rezepten, aber die Arbeit lohnt sich.

Man braucht:

Für den Mürbeteig (der schon etwas salziger ist, als man es vielleicht kennt)

1 1/4 Cup Mehl
1 1/2 EL Rohrzucker
1/4 TL Salz
90g kalte Butter
1 Eigelb
1/4 TL Vanilleextract
2 1/4EL Eiswasser

In einer Rührschüssel das Mehl, den Zucker und das Salz mischen. In einer separaten Schüssel das Eigelb, Vanilleextract und das Eiswasser vermischen. Die Flüssige Masse zum Mehlmix schütten und alles mit einem Knethaken unterrühren. Dann die kalte Butter in kleinen Stücken nach und nach mit unterkneten lassen. Wenn es alles gut vermischt ist und bröselig aussieht,
den Teig per Hand kurz zu einer homogenen Masse kneten, zu einer Kugel formen und den Teig ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Anschließend den Teig ausrollen, in die Tarteform geben und die Ränder etwas festdrücken. Darauf achten, dass der Teig überall möglichst gleich dick ist. Ich verwende einen Teigspatel um den Teig gut in die Ecken zu drücken.

Nun die Form in den Ofen geben und "blind backen". Das tun wir, damit der Teig nicht unkontrolliert aufgeht, schließlich soll ja noch die Füllung rein und alles hinterher hübsch aussehen-ohne Beulen.

Und so geht das mit dem "blind backen":
auf den noch rohen Teig wird ein Backpapier gelegt. Praktisch sind hierbei diese bereits rund zugeschnittene Backpapiere für Springformen. Da muss man nicht so viel kramen, bis es schön in den Ecken liegt. Gibts preiswert beim dm.
Dann wird die Form mit trockenen Hülsenfruchten (ich habe Linsen verwendet, es gehen aber auch z.B. Erbsen, Bohnen oder Reis) oder mit speziellen Keramikkugeln aufgefüllt und so in den vorgeheizten Ofen geschoben. 160 °C, 20-25 min., Ober-/Unterhitze
Wenn der Rand goldbraun wird, ist der Mürbeteigboden fertig. Die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und zum Abkühlen beiseite stellen.
Während der Teig gut auskühlt machen wir uns an die Füllung:

Man braucht zunächst:

Schokoladenschicht
  
1/4 Cup Sahne
1/4 Cup Milch, 3,5%
340g Zartbitterschokolade (bitte, bitte keine Kuvertüre ;-) )
1 Ei
1 Eigelb

In einem kleinen Topf die Sahne mit der Milch erhitzen, bis sie anfängt zusimmern. Von der Herdplatte nehmen und die Schokolade einrühren, bis eine homogene Masse entsteht. Sollte die heisse Sahnemilch nicht ausreichen, die gesamte Schokolade zu schmelzen -was bei Zartbitterschokolade wegen des hohen Kakaoanteils durchaus vorkommen kann- nochmal kurz auf die noch warme Herdplatte stellen. Dabei aber konstant weiterrühren, damit die Schokolade nicht anbrennt!


In einer separaten Schüssel das Ei mit dem Eigelb verrühren.

Die nicht mehr heisse Schokoladenmasse nun zunächst in sehr kleinen Portionen unter stetigen Rühren zu dem Ei geben.
Wichtig sind die kleinen Mengen, damit das Ei nicht beginnt zu stocken. Durch das portionsweie zugeben wird das Eigelb auf die richtige Temperatur gebracht.
Wenn der erste Teil ohne Unfälle unter die Masse gegeben wurde, kann die restliche Schokolade eingerührt werden.

Die Masse nun auf den Mürbeteig geben und alles nochmals bei 160 °C ca. 20-25 Min. backen.

Wenn der Kuchen fertig ist, sieht er etwa so aus. Er sollte dann erstmal auskühlen.




Während der Kuchen im Ofen ist kann die Karamellsauce vorbereitet werden.
Man braucht:

Salzige Karamellsauce

1 Cup Rohrzucker
80g gesalzene Butter, zimmertemperatur
1/4 Cup Sahne, zimmertemperatur
1 TL Salz


Am besten schon zu Beginn alle Zutaten abmessen und bereit stellen. 
Den Zucker bei mittlerer Hitze in einem Topf unter stetigen Rühren schmelzen. Dabei wird der Zucker zunächst bröselig werden und klumpen, dann langsam flüssig und leicht braun werden.

Wenn der Zucker geschmolzen ist, die Butter mit unterrühren. Das sollte ebenfalls auf der Herdplatte stattfinden, weil der Zucker ansonsten sehr schnell beginnt zu erhärten. Die Zugabe der Butter wird dazu führen, dass die Masse zischt und anfängt zu blubbern. Davon nicht beirren lassen- einfach schön weiterrühren!
Durch die stetige Wärme bleibt der Zucker flüssig und verbindet sich allmählich durch das Rühren mit der Butter. Das dauert ca. 2-3 Minuten. Dann die Sahne einrühren, ca. 1 weitere Minute aufkochen lassen (rühren, rühren, rühren) und vom Herd nehmen.
Das Salz hinzugeben und alles ca.  10-15 Minuten auskühlen lassen.

 Die Masse nun auf dem Kuchen verteilen und glattstreichen. Die Karamellschicht glänzt jetzt schön.
Die Tarte nun nochmal mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen- die Karamellschicht wird hier matt und dann ist sie fertig!
Man kann sie nun noch mit etwas gemahlenen Meersalz garnieren- muss man aber nicht unbedingt.